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Das goldene Krönlein (nur Märchen)

Shownotes

Ein Märchen Hörbuch zum Entspannen & Träumen

für Erwachsene & Kinder

Dieses Märchen hat sich eine Hörerin gewünscht, im Original heißt das Märchen "Das Natterkrönlein, ich erzähle es Dir hier in einer neuen, sanften und eigenen Version.


Was im Märchen passiert:
Eine gutherzige Magd wird von ihrem Herren, einem geizigen Bauern entlassen, da sie einem Igel frische Milch zum trinken gegeben hatte. Was der Bauer jedoch nicht wusste: Der Igel trug ein goldenes Krönlein und brachte, solange die Magd ihn gefüttert hatte Glück über seinen Hof. Zum Abschied schenkt der Igel der traurigen Magd sein Krönlein, das ihr Glück und Wohlstand bringt.

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Herzliche Grüße,

Deine Alexandra 🌙

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© Alexandra Matthes 2026

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Transkript anzeigen

„Das goldene Krönlein“ Frei nach dem Ludwig Bechstein Märchen „Das Natterkrönlein“.

Einst, so raunten es die Alten am Lagerfeuer: Es lebten wunderliche Tiere, die ein feines goldenes Krönlein auf ihrem Haupte trugen.

Und es hieß: „Wer eine solche Krone besitze, dem würde das Leben mild, und er wäre stets von Glück und Segen begleitet.“

Es war einmal ein geiziger Bauer, dem diente eine gutherzige Magd. Im Kuhstall des Bauern aber wohnte ein kleiner Igel, und zwischen seinen Stacheln glitzerte ein goldenes Grünlein.

Wenn die Magd am Morgen die Kühe molk und am Abend den Stall ausmistete, was sie mit großer Sorgfalt tat, denn ihres Herrn Vieh ging ihr über alles, kam der Igel manchmal aus einer Mauerspalte hervorgekrochen und sah sie mit seinen klugen, dunklen Augen an.

Da meinte das Mädchen stets, er wolle etwas von ihr.

So stellte sie ihm eines Tages ein kleines Schälchen mit frischer, warmer Milch hin.

Der Igel trank mit sichtlichem Behagen. Und während er sein Köpfchen wandte, glitzerte ein Krönlein auf seinem Kopfe wie ein Diamant und leuchtete ordentlich in dem dunklen Stalle.

Das gute Mädchen freute sich über den Igel sehr und nahm auch wahr, dass, seit sie ihn mit Milch tränkte, ihres Herrn Kühe sichtbar gediehen, mehr Milch gaben, stets gesund waren und kräftige, schöne Kälbchen zur Welt brachten.

Die Magd freute sich darüber von Herzen.

Eines Tages jedoch trat der Bauer in den Stall, gerade als der Igel sein Schälchen leerte.

Da geriet er in Zorn. „Verschwende nicht mein Hab und Gut an unnützes Getier!“, rief er grob.

Er war außer sich vor Zorn und fuhr sie an. „Pack dein Bündel und geh. Ich brauche niemanden, der meine Milch verschenkt.“

Die Magd begann zu weinen, doch sie widersprach ihm nicht.

Sie ging in ihre Kammer, schnürte ihr Bündlein und trat noch einmal in den Stall, um Abschied von ihren lieben Kühen zu nehmen.

Da kroch der kleine Igel herbei.

Sie bückte sich zu ihm herab und sprach: „Leb wohl, kleiner Igel.“

Dann reichte sie ihm ein paar Beeren, die sie gesammelt hatte.

Der kleine Igel richtete sich auf und legte seine Vorderpfoten in ihre Hand.

Dann neigte er sein Köpflein, und das goldene Grünlein glitt aus seinen Stacheln geradewegs in ihre Hand.

Sogleich huschte der Igel davon und verließ den Hof, in dem nun keiner mehr ein Herz für seine kleinen Gaben hatte.

Die Magd aber ging traurig ihres Weges, jedoch mit einem kleinen Schatz in ihrem Bündel.

Noch wusste sie nicht, dass derjenigen, die das Grünlein bei sich trägt, alles gelingt, was sie beginnt, und dass Ehre und Freude ihr folgen würden.

Vor dem Dorfe begegnete ihr der Schulzensohn, der Junge des Dorfvorstehers, ein schöner und freundlicher junger Mann.

Schon oft hatte er sie mit stiller Zuneigung betrachtet, doch nie hatte er sie anzusprechen gewagt.

Als er sie jedoch so traurig am Wege stehen sah, fragte er nach ihrem Leid.

Sie erzählte, was geschehen war.

„Geht zu meiner Mutter“, sagte er, „und sagt ihr, ich sende euch.“

Wie nun die Magd zur alten Frau Schulzen kam und ausrichtete, was der Schulzensohn ihr aufgetragen hatte, da fasste die Frau gleich ein großes Vertrauen und behielt sie im Hause.

Und als am Abend die Knechte und Mägde des reichen Hausherren zum Essen kamen, da musste die Neuaufgenommene das Tischgebet sprechen.

Die Worte gingen ihr leicht über die Lippen,

und als sie sprach, war es, als flössen des Gebetes Worte aus dem Munde eines heiligen Engels,

und alle wurden von einer wundersamen Andacht bewegt.

Wie das Mahl beendet war, sprach die Magd den Abendsegen,

und ihre Worte verbreiteten eine milde Wärme über allen.

Die Knechte und Mägde gewannen sie lieb, auch der Hausherr und seine Frau. Und ihnen entging nicht, dass ihr Sohn sie mit leuchtenden Augen ansah.

Anfangs war die gute Magd noch so in ihrer Trauer über den Verlust ihrer Anstellung, dass sie die Liebe und Zuneigung, die sie in diesem Hause empfing, nicht wahrnehmen konnte.

Doch nach und nach wich die Schwere von ihrem Herzen, und sie wurde wieder froh.

Der Sohn des Hauses hielt um ihre Hand an, und sie bejahte seinen Antrag.

So wurde die arme Magd die Frau des reichsten Mannes im Dorf und noch mehr eine geliebte und liebende Ehefrau, denn auch ihr Herz begann mehr und mehr für den jungen Mann zu schlagen.

Mit dem geizigen Bauern aber, der ehemals ihr Dienstherr gewesen war, ging es bergab,

denn ohne Güte bleibt kein Segen.

Als die junge Frau eines Tages nun ihre eigenen Kühe fütterte, sah sie den kleinen Igel wieder.

Da zog sie das Grünlein hervor und sprach: „Hab Dank, kleiner Igel, doch ich brauche es nun nicht mehr.“

Und sie setzte das Grünlein dem kleinen Tier behutsam zwischen die Stacheln und stellte ihm wieder ein Schälchen frischer Milch hin.

So wohnte der Igel fortan in ihrem Stall. Und auf dem Hofe herrschte für immer Glück und Frieden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht, einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

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