Emils unverhoftes Glück (nur Geschichte)
Shownotes
✨ Die Märchentante | Was Schönes zum Einschlafen | Hörbuch zum Einschlafen
In dieser Folge hörst Du die Geschichte „Emils unverhofftes Glück“ als ruhiges Hörbuch zum Einschlafen (ohne Abendmeditation vorneweg).
Emil reist voller Hoffnung in eine große Stadt, um eine Anstellung in einem bekannten Verlag anzutreten. Alles scheint vorbereitet: die Reise, das Zimmer, die Zukunft. Doch kurz nach seiner Ankunft erhält er eine Absage, die seinen Traum plötzlich zerbrechen lässt.
Und dann geschieht, fast nebenbei, etwas Unerwartetes. Emil begegnet Menschen, die ihm eine Möglichkeit eröffnen, die viel besser zu ihm passt, als alles, was er geplant hatte.
Eine leise, hoffnungsvolle Gute-Nacht-Geschichte über Enttäuschung, Vertrauen, Umwege und das unverhoffte Glück, das manchmal genau dort wartet, wo wir es nicht gesucht haben.
Die Geschichte ist von mir, Alexandra Matthes, geschrieben und wird ruhig erzählt, mit sanften Klängen und Melodien untermalt. Wie immer bei der Märchentante darfst Du Dir sicher sein: Auch diese Geschichte geht am Ende gut aus, sodass Du beruhigt einschlafen kannst.
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Sprecherin, Autorin und Schnitt: Alexandra Matthes
Musikalische Untermalung: Haegar Deutsch
Keywords:
Einschlafen, Einschlafhilfe, Hörbuch zum Einschlafen, Gute Nacht Geschichte, Märchen zum Einschlafen, Geschichte zum Einschlafen, ruhige Geschichte, sanfte Stimme, ruhige Musik, Podcast Einschlafen, Geschichten hören, Vertrauen, Neuanfang, Umwege, unverhofftes Glück, beruhigend, Stress abbauen, besser schlafen
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Transkript anzeigen
00:00:02: Emils unverhofftes Glück, eine gute Nachtgeschichte von Alexandre Mattes.
00:00:14: Der Morgen an dem Emil aufbrach war von einer feierlichen Ruhe erfüllt durchzogen vom feinen Knistern der Vorfreude.
00:00:31: vor dem Haus wartete bereits die Kutsche.
00:00:36: deren dunkles Holz im ersten Licht des Tages schimmerte hielt die Zügel locker in den Händen, saß ruhig auf seinem Platz als hätte er alle Zeit der Welt.
00:01:01: Er blickte den Baum hinauf und beobachtete eine Amse –die Emsyk an ihrem Nest baute–.
00:01:13: die ersten Sonnenstrahlen legten sich warm über den kleinen Ort Und die Welt schien in diesem Moment ganz bei Sicht zu sein.
00:01:36: Mit der Kutsche war ein Geschenk seiner Eltern.
00:01:40: Für diesen einen ganz besonderen Aufbruch, denn Emil reiste nicht leicht.
00:01:50: Kisten wurden verladen sorgfältig und bedacht Bücher viele Bücher schachteln mit Papieren und eine Schreibmaschine.
00:02:10: seine Mutter stand in der Tür Das gleichzeitig stolz, aber auch etwas unruhig war.
00:02:23: Sein Vater legte ihm die Hand auf die Schulter.
00:02:31: Schreib uns wenn du dich eingelebt hast", sagte er.
00:02:38: Emil nickte.
00:02:41: Seine Bewerbung war das Thema der letzten Wochen gewesen – die Briefe und Korrespondenz mit dem großen Verlag in der Stadt!
00:02:54: Und dann… Die Zusage.
00:02:59: Jedes Mal, wenn er davon gesprochen hatte war ein Leuchten in die Gesichter der anderen getreten.
00:03:07: Und nun saß er in der Kutsche und während die Räder langsam über den Weg rollen fühlte sich alles richtig an.
00:03:21: Sein Leben hatte sich endlich in die Richtung bewegt, die er sich so lange schon gewünscht hatte.
00:03:35: Die Stadt, in die er kam, war groß!
00:03:41: Mit breiten Straßen, hohen Häusern und mit einer gewissen Ernsthaftigkeit.
00:03:51: Irgendwo dort zwischen all den Fassaden lag das Verlagshaus in dem Emil in wenigen Tagen seine neue Anstellung beginnen würde.
00:04:07: Allein der Gedanke daran ließ ihn aufrechter sitzen.
00:04:15: Seine Unterkunft lag in einer ruhigeren Straße.
00:04:21: Das Haus war alt, die Treppe schmal und knarrend.
00:04:31: Emil klopfte nach einem Moment, öffnete sich die Tür.
00:04:42: Die Frau, die vor ihm stand, war kleiner als er erwartet hatte.
00:04:49: Ihr Rücken war leicht gebeugt, ihr Körper schmal fast zerbrechlich.
00:04:59: für einen Augenblick erschrak Emil.
00:05:06: noch nie hatte er ein Gesicht gesehen, in das sich so viele Jahre eingeschrieben hatten.
00:05:16: Sie muss uralt sein, dachte er bei sich und sofort schämte er sich dafür.
00:05:26: Denn ihre Augen waren freundlich – Und wach!
00:05:34: Du musst Emil sein, sagte sie ruhig, ernickte.
00:05:43: Komm nur herein mein Junge.
00:05:45: ich bin klarer.
00:05:49: die Wohnung war gemütlich warm.
00:05:55: Es roch nach Tee und Holz.
00:05:58: Bücher und Zeitungen lagen auf Tischen, Auf Fenster binken Und auf kleinen Stapeln am Boden.
00:06:09: Emil folgte klarer die Treppe hinauf.
00:06:17: Sein Zimmer war schlicht Die Aussicht weit Ein Tisch am Fenster Ein Schrank Und ein Bett.
00:06:29: Mehr brauchte es nicht!
00:06:38: Es war Samstag Noch zwei Tage.
00:06:43: Dann würde er beginnen.
00:06:49: Emil packte aus, er hängte seine Kleidung in den Schrank stellte die Bücher ins Regal und seine Schreibmaschine auf den Tisch.
00:07:07: ab und zu hielt er inne saß ich um und lächelte blickte er aus dem Fenster in die Ferne Die hohen Häuser der Stadt.
00:07:31: alles war bereit.
00:07:35: es war Als würde das Leben da draußen nur auf ihn warten.
00:07:48: Am Nachmittag klopfte es an der Tür, ein Bote – er übergab Clara einen Brief.
00:08:02: »Für dich?« sagte sie und reichte ihm E-Mail.
00:08:10: Der Umschlag war ihm vertraut.
00:08:15: Sein Herz schlug ein wenig schneller als er ihn öffnete.
00:08:22: Dann las er ein Irrtum, ein Missverständnis.
00:08:30: Die Stelle sei bereits vergeben.
00:08:33: Man bittet um
00:08:35: Entschuldigung.".
00:08:40: Emil las dem Brief ein zweites und ein drittes Mal, die Worte blieben dieselben – eine Absage.
00:08:58: Langsam setzte er sich, die Geräusche der Stadt schienen weiter entfernt zu sein.
00:09:11: Alles was eben noch klar gewesen war, war es plötzlich nicht mehr!
00:09:23: Tag verging und auch der Nächste.
00:09:31: Lange saß Emil am Tisch in seinem Zimmer, seine Hände lagen ruhig ineinander, sein Blick wanderte über die Dinge, die er mitgebracht hatte – seine Bücher, die Schreibmaschine.
00:09:55: Alles war bereit gewesen für etwas was nun nicht mehr da war.
00:10:07: Ich habe eingesagt, sagte dass ich im Verlag anfangen werde.
00:10:17: Clara saß ihm gegenüber, mit einer Tasse Tee in den Händen.
00:10:25: Was wolltest du dort tun?
00:10:28: fragte sie ruhig.
00:10:33: Emil sah auf Schreiben sagte er Mit Worten arbeiten Menschen informieren und erhalten Und berühren.
00:10:51: Clara nickte langsam Dann ist das ja noch da.
00:11:01: Er sah sie an, als verstehe er nicht was sie ihm damit sagen wollte.
00:11:11: Dein Talent, deine Begeisterung, deine Wünsche – die kann dir keiner nehmen!
00:11:26: Am Montagmorgen gab sie ihm ein Buch.
00:11:33: Könntest du das bitte?
00:11:35: Die Straße hinunterbringen?
00:11:38: Fragte sie zu Marion Rosenfeldt.
00:11:47: Der Buchladen von Frau Rosenfeld war klein Fast verborgen, zwischen den großen Häusern.
00:11:57: Doch er hatte ein großes feindekoriertes Schaufenster.
00:12:03: Das Licht dahinter war warm.
00:12:10: Emil trat ein.
00:12:14: Zwischen den Regalen stand eine Frau mit roten Haaren.
00:12:21: Du kommst von Clara, sagte sie.
00:12:27: Emil nickte.
00:12:29: Ich bin Marion Rosenfeld.
00:12:35: Der Name sagte ihm etwas.
00:12:39: Er dachte, es wird doch nicht die Marion Rosenfeld sein!
00:12:47: Er reichte ihr das Buch von Clara.
00:12:51: Sie nahm es entgegen, legte es beiseite und sah ihn einen Moment lang an – «Setz dich», sagte sie mit einer einladenden Geste.
00:13:10: Sie bot ihm eine heiße Schokolade an.
00:13:19: nach einer Weile, schob sie ihm ein Blatt Papier zu.
00:13:25: Schreibt mir etwas.
00:13:27: Fülle dieses Blatt mit
00:13:28: Worten.".
00:13:33: Emil zögerte, dann begann er.
00:13:40: Er schrieb über seine Reise, über die Stadt und das Gefühl angekommen zu sein – und plötzlich keinen Platz mehr zu haben!
00:13:58: Als er fertig war legte er den Füllfederhalter hin und reichte ihr das Blatt.
00:14:09: sie las, da nickte sie Du kannst hier anfangen, sagte sie.
00:14:22: Emil sah sie überrascht an.
00:14:27: Hier im Laden?
00:14:31: Ja, sagte Sie.
00:14:35: Clara sagte, dass du dich mit Büchern auskennst.
00:14:40: Du kannst mir mit dem Verkauf helfen und du wirst schreiben!
00:14:48: Sie zeigte auf eine kleine Ecke am Fenster ein Tisch Papier Eine Schreibmaschine.
00:15:03: Die Tage vergingen ruhig, Emil verkaufte Bücher, ordnete Regale und formulierte aus Marions Notizen kurze Texte.
00:15:19: Es war einfach – und gut!
00:15:24: Er verstand nicht zurecht wie sich das alles so schnell ergeben konnte und wusste nicht ob es überhaupt das war was er wollte.
00:15:39: eigentlich wollte er doch in das große, moderne Verlagshaus.
00:15:45: Nun saß er in einem kleinen Bücherladen – sein Traum ist zerbrochen!
00:15:55: Aber die beiden Frauen, Clara seine Vermieterin und Marion seine Chefin waren so freundlich dass er ihnen einfach vertraute.
00:16:14: Doch immer wieder fragte er sich wo der Haken war Was es eigentlich genau war, was er wollte.
00:16:34: eines Tages öffnete sich die Tür des Bücherladens.
00:16:43: Ein Mantrat ein, gut gekleidet sicher in seiner Haltung Emil, er kannte ihn sofort.
00:16:57: Er hatte sein Gesicht schon oft in der Zeitung gesehen.
00:17:03: Es war der Verleger jenes Hauses bei dem er sich beworben hat richtete sich Emil auf.
00:17:17: Sein Ton wurde sehr vorsichtig.
00:17:23: Guten Tag!
00:17:26: sagte Emil freundlich, der Mann nickte nur knapp.
00:17:33: Seinen Blick fiel auf Marion.
00:17:39: Frau Rosenfeld sagte er Ich habe gehofft sie hier zu finden.
00:17:50: das Gespräch begann höflich.
00:17:55: Der Verleger wollte dass ich für ihn schrieb eine große Chronik der Stadt bedeutend Wichtig!
00:18:07: Emil spürte, wie etwas in seinem Bauch sich zusammenzog.
00:18:16: Ein Teil von ihm wollte gefallen und zeigen, dass er dazugehört.
00:18:26: Aber er fühlte sich unwohl und klein.
00:18:35: Marion sprach ruhig.
00:18:40: Ich habe das lange genug getan.
00:18:45: Der Mann lächelte dünn.
00:18:47: Das wäre ein großes Werk.
00:18:52: Marion schüttelte nur den Kopf.
00:18:56: Sie wollen zeigen... Wer mächtig ist, sagte sie.
00:19:03: Ich möchte aber über die schreiben, die es nicht sind.
00:19:10: Stille!
00:19:13: Der Mann trat einen Schritt näher.
00:19:18: Das ist nicht was man veröffentlicht.
00:19:21: Nicht das, was die Menschen lesen wollen.
00:19:27: Marion sah ihn an.
00:19:29: – Ich denke wir haben nichts mehr zu besprechen.
00:19:35: – sagte sie.
00:19:40: der Mann ging.
00:19:44: Emil stand da wird offene Mund.
00:19:50: Alles hätte er darum gegeben, im Verlag dieses Mannes zu arbeiten und sie lehnte seine persönliche Anfrage einfach ab.
00:20:10: am Abend setzt der sich an den Tisch in seinem kleinen Zimmer.
00:20:17: Der angefangenen Brief an seiner Eltern steckte noch in der Schreibmaschine.
00:20:24: Viele Zeilen hatte Emil bereits geschrieben Borte in denen er zu erklären versuchte, dass es mit der Anstellung nicht geklappt hatte.
00:20:39: zwischen den Sätzen lag Scham und der leise Wunsch sich zurechtfertigen.
00:20:49: Er las was dort stand und spürte das ist nicht mehr Stimmte.
00:21:00: Langsam zog er das Papier heraus legte es zur Seite nahm einen neuen Bogen und einen Füllfederhalter Und diesmal schrieb er nur, Alles ist gut.
00:21:29: Die Wochen und Monate vergingen.
00:21:33: Und aus den kleinen Texten, die ihr von Marion schrieb wurde mehr Lebensberichte ganz unterschiedlicher Menschen, die Marion besuchte Stimmen, die nicht laut waren aber war.
00:21:56: Und eines Tages war das Werk fertig Ein Buch.
00:22:07: unter dem Titel stand der Name von Marion Rosenfeld, einer Autorin, deren Werke schon lange über die Grenzen des Landes bekannt waren.
00:22:21: Doch die sich in den letzten Jahren zurückgezogen hatte um und das wurde in diesem neuen Werk sichtbar Menschen aus ihrer Stadt kennen zu lernen und sich ihre Geschichten anzuhören.
00:22:42: Das Buch wurde von der Presse in höchsten Tönen gelobt.
00:22:49: Es war von einer Lebensnähe und gleichzeitig von einer Tiefe, die sich beim Lesen sofort erschloss – in Zusammenarbeit mit Emil Behrens stand auf der ersten Seite.
00:23:12: Am Abend der Lesung war der Buchladen erfüllt von einem lebendigen Stimmengewehr auch Emils Elternwaren angereist.
00:23:28: Menschen standen dicht beieinander, Gläser klangen und alles war umhüllt von einer weichen festlichen Wärme.
00:23:40: Und feierlich im Glanz Emil Stand ein wenig abseits.
00:23:53: Er beobachtete die Menschen und sog diesen Moment tief in sich ein.
00:24:03: er war glücklich.
00:24:12: später er hielt er einen Brief vom Verlag Anerkennung, eine Einladung zu einem Gespräch.
00:24:24: Emil daß ihn – nochmal und noch mal sowie damals dem Brief der Absage.
00:24:37: Dann legte er ihn zur Seite und schrieb zurück dankend wenige Worte.
00:24:49: diesmal war Er es!
00:24:53: Der absagte und so fand Emil auf seinem Weg den er so nie geplant hatte, nicht nur eine Arbeit ein freundliches Umfeld mit guten Menschen sondern auch eine Stimme seine eigene.
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