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253 Das Hotel am Mondsee (Abendroutine & Geschichte)

Shownotes

Dein ruhiger Abschluss für diesen Tag.

🌙 Teil 1: Abendmeditation (~9 Min.)
Zuerst komme ich mit Dir zur Ruhe.
Eine geführte Entspannung, die Deinen Tag sanft loslässt,
für Körper und Gedanken. Damit Du wirklich ankommst, bevor die Geschichte beginnt.

📖 Teil 2: Das Hotel am Mondsee
Ein großes, altes Hotel zwischen stillem Wasser und alten Tannen.
Elias Frank führt es mit ruhiger Hand, kümmert sich um alles.
Nur um eine Sache nicht mehr. Um sich selbst.

Dann ist da Maren.
Sie kommt mit Kräutern, Waldbeeren und Marmelade.
Und jedes Mal, wenn sie durch die Tür tritt, wird das Hotel ein bisschen heller.
Das findet zumindest Karla, Elias' zehnjährige Tochter.
Und die roten Wangen ihres Vaters sprechen eine deutliche Sprache.

Eine eigene Geschichte von Alexandra, extra für Dich geschrieben,
über zweite Chancen, stille Momente
und Wünsche, die sich ganz leise erfüllen. Schritt für Schritt.
Wie immer: Alles wird gut. ✨


⏱️ Kapitel:

  • 00:00 Begrüßung
  • 00:22 Abendmeditation
  • 09:07 Das Hotel am Mondsee

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Sprecherin & Autorin: Alexandra Matthes
Musik & Klänge: Haegar Deutsch
Eigene Geschichten, echte Stimme, keine KI.
www.diemaerchentante.de

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Transkript anzeigen

00:00:02: das Hotel am Mondsee, entspannende Abendroutine und eine gute Nachtgeschichte von Alexandra Mattes.

00:00:17: Herzlich willkommen!

00:00:18: Und einen wunderbaren guten Abend wünsche ich dir.

00:00:26: Bestimmt hast du es dir in deinem Bett schon gemütlich gemacht?

00:00:32: Dann lad ich dich ein ganz tief und bewusst ein- und auszuatmen... ...und Dicht dabei zu recken und zu strecken.

00:00:45: Dir die Bewegungen zu geben die dir gerade gut tun.

00:00:56: Wirklicherweise überkommt dich auch ein Gähnen oder ein Tiefa, entspannen das Äußer.

00:01:15: Wenn du dann soweit bist und noch nicht getan, dann schließe deine Augen.

00:01:33: Stell dir vor, du kehrst in dein eigenes Haus ein – in dir!

00:01:43: In deinem Zuhause.

00:01:51: kommst an, schließt langsam Einen Fenster laden nach dem anderen, dimmst das Licht und komm's zur Ruhe.

00:02:17: Komm an!

00:02:21: Jetzt und hier.

00:02:29: beobachte Deinen jetzt ganz gleichmäßig und natürlich ein- und ausströmenden Atem.

00:02:46: Es gibt nichts mehr zu tun als einfach nur zu entspannen.

00:02:59: immer schwerer, immer gemütlicher in die Matratze sinken und loslassen.

00:03:29: Wenn du willst, dann lasse nochmal deinen heutigen Tag gleich wenn ich es sage vor deinem inneren Auge wie einen Film vorbei ziehen.

00:03:45: Was hat sich heute ereignet?

00:03:48: Was hat diesen Tag besonders gemacht?

00:03:53: Schau mal ganz freundlich nachsichtig und zugewandt welche Bilder von heute sich dir zeigen!

00:04:04: Ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages.

00:05:10: Nun, sammel doch nochmal zusammen wofür du heute besonders dankbar bist.

00:05:18: Schau mal dass du auf mindestens drei Dinge kommst die heute schön waren.

00:05:28: es können auch ganz kleine Sachen sein der Anblick von schönen Blumen eine nette Begegnung ein gutes Essen.

00:05:42: Wofür bist Du heute dankbar?

00:06:15: Nimm einen tiefen Atemzug Und vielleicht kannst du wahrnehmen, wie Wärme und Helligkeit durch dich hindurchströmen.

00:06:37: Du hast deine Sache heute gut gemacht – und jetzt ist die Zeit gekommen zu entspannen und zu rohen!

00:06:56: Die Dinge dürfen sich zu deinem Wohl- und zu deinim Besten entwickeln möglicherweise sogar viel besser noch als es dir vorstellen kannst.

00:07:19: Während du schläfst, wird alles was während des Tages vielleicht ein wenig aus dem Takt gekommen ist wieder in die für dich genau richtige Ordnung gebracht.

00:07:34: So dass du morgen davon profitierst – vielleicht merkst Du schon wie du immer müder und immer schläfriger wirst.

00:08:04: Dein Körper darf immer schwerer in die Matratze sinken.

00:08:10: Während dein Geist Mit mir auf eine kleine Reise gehen darf.

00:08:21: Ich nehme dich mit an den Mondsee und lade Dich ein, eine Geschichte zu belauschen!

00:08:32: Und ich verrate Dir jetzt schon dass die Geschichte gut ausgehen wird.

00:08:39: Du kannst also jederzeit einfach einschlafen.

00:09:09: war einmal ein großes altes Hotel das direkt an einem stillen See lag.

00:09:22: Wenn morgens der Nebel über dem Wasser schwebte, konnte man das Hotel kaum erkennen.

00:09:31: Dann sah es aus als würde es auf dem See treiben wie ein großes ruhiges Schiff.

00:09:46: bald hinter dem Hotel begann der Wald.

00:09:52: hohe Tannen standen dort dicht nebeneinander und wenn der Wind durch ihre Äste strich klang es manchmal wie ein leises Flüstern.

00:10:14: Das Hotel am Mondsee war weit bekannt.

00:10:19: Geschäftsleute kamen von weit her angereist und wohlhabende Familien verbrachten dort ihre Wochenenden, manche Gäste kehrten jedes Jahr zurück weil sie sagten, nirgendwo könnte man so ruhig schlafen wie dort am See.

00:10:54: das Hotel gehörte Elias Frank.

00:11:00: Elias war ein angesehener Mann, er trug meist dunkle Hemden, sprach ruhig und höflich und wusste immer genau was zu tun war.

00:11:21: Er kümmerte sich um alles – um den Empfang das Küchenpersonal die Abrechnungen, die Einkäufe und darum dass die vielen Lampen am Steg abends künftig leuchteten.

00:11:46: Die Menschen mochten Elias Frank sehr, aber nur wenige merkten das etwas in ihm still geworden war.

00:11:59: Seit vielen Jahren lebte der verwittbete Elias allein mit seiner Tochter Carla.

00:12:10: Carla war zehn Jahre alt und sie liebte das große Haus am See.

00:12:19: Gleichzeitig fühlte sie sich manchmal jedoch darin wie ein Vogel in einem goldenen Käfig.

00:12:29: Sie durfte nicht allein in den Wald, nicht alleine ans Wasser oder zu weit weg vom Hotel.

00:12:41: Es ist zu gefährlich, sagte Elias dann aber Carla glaubte manchmal dass ihr Vater vor etwas ganz anderem Angst hatte.

00:12:58: Oft saß sie an ihrem Fenster und blickte hinaus zum Wald.

00:13:09: dort Zwischen den dunklen Tannen funkelte manchmal ein kleines Licht, dann dachte sie an Maren.

00:13:24: Maren lebte in einem kleinen Haus am Waldrand – sie war eine der Lieferantenen.

00:13:37: Ein oder zweimal in der Woche kam sie ins Hotel und brachte duftende Kräuter, Gläser mit Honig, selbstgemachte Marmeladen, Waldbeeren und Blumen.

00:13:57: Wenn Maren das Hotel betrat, veränderte sich die Stimmung sofort.

00:14:03: Die Köche lachten mehr – die Angestellten wirkten fröhlicher auch!

00:14:12: Die Gäste waren plötzlich gelassener und entspannter.

00:14:21: Maren selbst war ganz anders als alle Menschen, die Carla sonst kannte.

00:14:29: Sie sprachen mit den Köchen, als wären sie alte Freunde.

00:14:34: Sie hatte manchmal Erde an den Händen oder Marmeladenflecke auf den Ärmeln.

00:14:43: Einmal fiel ihr mitten in der Eingangshalle ein ganzer Korb Äpfel herunter, die Äpfels rollten in alle Richtungen davon.

00:15:00: Na toll!

00:15:03: sagte Maren und stemmte die Hände in die Hüften.

00:15:08: Jetzt haben wohl die Äpfel beschlossen endlich frei zu leben.

00:15:15: sogar das strenge Küchenchef musste daraufhin lachen.

00:15:21: Nur Elias reusperte sich leicht und sagte, vielleicht sollten sie in Zukunft kleinere Körbe verwenden –

00:15:34: auch

00:15:34: Carla sah genau das.

00:15:37: ihr Vater dabei rote Wangen bekam.

00:15:42: Immer war das so!

00:15:44: Sobald Marin da war wirkte Elias plötzlich jünger und jedes Mal wenn Marin wieder ging wurde er strenger.

00:16:04: eines Abends Saß Carla mit ihrem Vater allein im Speisesaal.

00:16:12: Draußen stand der Mond über dem See.

00:16:20: Papa fragte Carla vorsichtig.

00:16:26: Hm, magst du Maren?

00:16:33: Elias verschluckte sich beinahe an seinem Tee.

00:16:38: Natürlich mag ich Maren!

00:16:41: sagte er schnell.

00:16:44: Alle mögen sie aber du magst sie mehr.

00:16:53: Elias stellte seine Tasse etwas zu hastig ab.

00:16:59: Maren lebt anders als wir, sagte er ruhig.

00:17:06: Sie ist freundlich – aber nun ja ein wenig zu chaotisch.

00:17:14: Das passt nicht zu uns!

00:17:17: Sie beliefert uns mit wunderbarer Ware.

00:17:23: Aber sie bringt zu viel durcheinander, Carla spiegt.

00:17:35: Ich kann verstehen das du sie magst, aber komme nicht auf dumme Gedanken fügte Elias hinzu.

00:17:49: Carla hatte das Gefühl, dass ihr Vater Angst davor hatte, dass zu viel von Mahrens Freiheit in ihr Leben gelangen könnte – in den nächsten Wochen dachte Carla oft darüber nach.

00:18:13: Je mehr ihr Vater versuchte, Carla von Mahrin fernzuhalten, desto neugieriger wurde das Mädchen bis sie eines Nachmittags Heimlich, das Hotel verließ.

00:18:37: Der See lag an diesem Tag still zwischen den Bergen.

00:18:44: Carla lief den kleinen Weg entlang vorbei am Bootshaus und hinein in den Wald.

00:19:00: Je tiefer sie ging, desto ruhiger wurde es!

00:19:08: Es begann zu nieseln – und ein wunderbar

00:19:14: herber-

00:19:14: und erdiger Waldduft entfaltete sich.

00:19:22: dann Entdeckte sie zwischen den Tannen ein kleines Haus.

00:19:32: Vor der Tür standen Kräutertöpfe, an einem Zaun hingen Bündel aus Lavendl und getrockneten Blumen – und aus dem Schornstein stieg Rauch auf.

00:19:53: Carla klopfte vorsichtig.

00:19:58: Kurz darauf öffnete Marin die Tür.

00:20:05: »Kala!«.

00:20:08: zuerst sah sie überrascht aus Dann lächelte sie warm.

00:20:16: Bist du wirklich allein hierher gelaufen?

00:20:21: Carla nickte.

00:20:23: Hinein mit dir, sagte Maren fröhlich.

00:20:29: Heute ist eindeutig Wetter für heiße Schokolade, warme Socken und mindestens drei Marmeladenbrote.

00:20:42: Im Haus war es warm und gemütlich!

00:20:47: Auf dem Herd dampfte heiße schokolade Überall standen Pflanzen Und es duftete nach frischem Brot.

00:21:02: Carla fühlte sich sofort wohl!

00:21:08: An diesem Tag zeigte Maren ihr, wie man Kräuter trocknet – wie man Bären einkocht und woran man erkennt ob der Honig gut gelungen ist.

00:21:23: Und… Woran erkennt man das?

00:21:27: fragte Carla neugierig.

00:21:31: Maren nahm einen Löffel Honig und probierte ihn.

00:21:36: Dann schloss sie feierlich die Augen.

00:21:41: Wenn man beim Probieren kurz vergisst, dass draußen schlechtes Wetter ist – Carla musste lachen!

00:21:54: Von da an besuchte sie Maren öfter heimlich.

00:22:02: Sie sammelten Waldbeeren, fuhren mit einem kleinen Boot über den See, backeten Brot und manchmal saßen sie einfach vor dem Haus und hörten dem Wind in den Tannen zu.

00:22:26: Carla fühlte sich frei, doch jedes Mal wenn sie zurück ins Hotel kam rügte sie ihr Vater du darfst nicht ständig allein draußen sein aber warum?

00:22:46: Weil Elias stockte.

00:22:52: dann sagte er nur weil ich das nicht möchte.

00:22:58: Carla verstand ihn nicht und irgendwann begann sie zu glauben dass ihr Wunsch niemals in Erfüllung gehen würde.

00:23:12: Vielleicht würde ihr Vater immer allein bleiben, wenn sie nachts im Bett lag, dachte sie sich Geschichten aus – Geschichten, in denen Sie zusammen mit ihrem Vater und Marin durch den Wald spazierte.

00:23:45: Dann schlieb sie tief und fest ein wird einem Lächeln auf ihren Litten.

00:24:08: Wochen später Stand das große Sommerfest des Hotels vor der Tür.

00:24:17: Überall waren Blumen, Kinder liefen lachend durch den Garten.

00:24:25: Am Abend spiegelten sich hunderte kleine Lichter im Wasser des Sees.

00:24:35: Maren halb in der Küche – sie schmückte die Tische mit Blumen und erzählte fröhliche Geschichten.

00:24:46: Die Köche lachten!

00:24:48: Und selbst Elias schmunzelte.

00:24:56: Später am Abend begann es leicht zu regnen.

00:25:03: Die Gäste gingen langsam hinein, Carla saß auf der Marmortreppe vor dem Hotel und beobachtete ihren Vater.

00:25:22: Er stand unten am Steg.

00:25:25: Marin neben ihm – sie redeten leise miteinander.

00:25:33: Dann zog Elias etwas aus seiner Manteltasche hervor.

00:25:42: sah überrascht aus.

00:25:46: Elias wirkte nervös, erreichte es ihr und sie umarmte ihn.

00:26:01: In diesem Moment wurde Carla klar – Ihr Wunsch war längst in Erfüllung gegangen.

00:26:11: nicht erst heute Abend vielleicht schon an dem Tag als Maren zum ersten Mal mit Blumen, Beeren und Kräutern durch die Tür des Hotels gekommen war und ihr Vater begonnen hatte, wieder zu lächeln.

00:26:40: Und während unten am See leise das Wasser gegen den Steg klang freute sich Carla, denn manchmal erfüllen sich Wünsche nicht mit einem großen Zauber.

00:26:57: Manchmal kommen sie ganz leise Schritt für Schritt wie jemand der den Waldweg entlang geht und Blumen in den Händen trägt.

00:27:24: Ich wünsche dir eine gute Nacht, einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume!

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