Allerschönste (nur Geschichte)
Shownotes
Die Nixe kennt ihn nur aus der Ferne, sie hört sein Lachen, er ihren Gesang, dann begegnen sie sich, und die Welt hält den Atem an.
🎧 Dies ist die Montagsversion als Hörbuch, nur die Geschichte ohne Meditation.
Perfekt zum Nachhören, wenn Du gestern beim Einschlafen das Ende verpasst hast.
Ein lyrischer Text über eine Liebe zwischen zwei Welten,
die keine gemeinsame Sprache kennt und trotzdem spricht.
Diese Geschichte ist leiser und poetischer als sonst.
Schreib mir gerne, wie sie sich angefühlt hat!
Wie immer: Alles wird gut. ✨
☀️ Mein kleines Herzensprojekt „Hotel Sunshine“
Ich gründe gerade ein Modelabel und baue eine kleine Siebdruckwerkstatt in Berlin auf und erfülle mir damit einen langen Traum.
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Eingesprochen & bearbeitet von: Alexandra Matthes
Nach dem Motiv von H. C. Andersens „Die kleine Meerjungfrau"
Textvorlage: hekaya.de – Allerschönste
Musikalische Untermalung: Haegar Deutsch
www.diemaerchentante.de
Keywords:
Einschlafen, Einschlafhilfe, Gute Nacht Geschichte, Märchen zum Einschlafen, Nixe, Meerjungfrau,
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Transkript anzeigen
00:00:01: Allerschönste.
00:00:04: Eine Geschichte zum Einschlafen.
00:00:21: Ich habe einmal ein Bild gesehen, da war ich noch sehr klein.
00:00:27: Ich erinnere mich nicht mehr genau daran aber es war ein Mann darauf zu sehen der eine weiße Pürrige trug.
00:00:43: diesen Mann vergesse ich nicht.
00:00:48: Er war alt.
00:00:50: Silberne Knöpfe prankten auf seiner gelben seidenden Weste.
00:00:56: Es Abend wurde, begann der Kreis zu erzählen.
00:01:02: Und ich hörte zu.
00:01:11: Wenn heute die Uhr in meiner Kammer schlägt Ich meine am Abend Dann höre ich die Geschichte noch.
00:01:24: Komm her!
00:01:27: sagte der Mann mit der weißen Perücke.
00:01:33: Ich will dir den Teich zeigen Indem sie wohnt Die Allerschönste.
00:01:43: Ihre Haare sind braun Ihre Augen grün, wie das tiefe Meer.
00:01:52: Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht mehr!
00:02:02: Auf dem Grunde des Teiches liegt das Schloss aus grünem Glas, aus braunen Glas und aus rotem Glas.
00:02:18: Die Türme sind wie kleine Kronen – aus Silber mit Perlen an den Rändern.
00:02:27: Hier wohnt sie Die Allerschönste.
00:02:34: Um sie liegt ein stilles Leuchten, warm wie das Meer im Sommer.
00:02:47: Manchmal steigt sie empor an die Oberfläche und das Wasser trägt sie sanft – wie eine Hand, die hält und nicht festhält.
00:03:07: Ihr Gesang steigt auf über die Wellen mächtig intensiv und zart zugleich.
00:03:18: Er ist wie eine Brücke zwischen zwei Welten, ich will die Lachen denn sehen", sagt die Allerschönste zu sich selbst ganz leise.
00:03:39: Ich will sie sehen, denn das Lachen der Menschen isst ihr fremd und klingt ihr so wunderbar in den Ohren!
00:03:58: Sie selbst kennt nur den Gesang – Der Tief und weit ist wie das Meer, aber das Lachen.
00:04:10: Dieses leichte flüchtige Helle aufblitzen, dass manchmal wie Sonnenstrahlen aufs Wasser fällt – Das versteht sie nicht!
00:04:26: Und was sie nicht versteht?
00:04:28: Das zieht sie an.
00:04:38: Sie nimmt einen Zweig aus der Tiefe des Meeres in die Hand, Korallen daran leuchten rot als wären es Blüten und sie steigt daran empor.
00:04:58: Das Schiff kommt näher, die allerschönste Held inne.
00:05:12: Welch wunderbare Welt sich dort unter Wasser auftut, ruft eine Stimme – eine Menschenstimme!
00:05:24: Warm und hell und ein junges Gesicht beugt sich dicht über das Wasser Und Sie erblicken einander.
00:05:40: der junge Mensch und die Nixse.
00:05:46: Die Welt hält den Atem an.
00:05:53: Oh!
00:05:55: Ich sah sie, die Allerschönste flüstert der Jüngling und seine Augen werden groß und still.
00:06:10: Er hört die anderen auf dem Schiff kaum, ersetzt sich an den Rand und schaut ins Wasser lange bis die Sterne kommen – und er denkt wie schön sie
00:06:34: ist.".
00:06:36: Wie wunderbar sie ist.
00:06:43: und die Allerschönste, schaut hinauf in die Welt über dem Wasser.
00:06:51: In der die Menschen feiern und lachen – und ihr Herz wird weit!
00:07:05: Sie taucht zurück in ihr Schloss aus grünem und blauem und roten Glas Und sie denkt an das dunkle Haupt des Jünglings, an seine Stimme Die hell ist wie das Morgenlicht und sie lächelt.
00:07:28: Ganz für sich!
00:07:40: Am nächsten Abend ist er wieder da, Er sitzt allein in einem kleinen Boot Und hält die Hand ins Wasser Als wolle er das Meer berühren?
00:08:02: Die Sonne geht unter Das Wasser wird rosa und golden Steigt die allerschönste Empor Einen rosablüten Zweig in der Hand und das Wasser um sie leuchtet, sanft wie die Dämmerung.
00:08:34: Er streckt die Hand aus – Sie legt die Blüten hinein!
00:08:42: Eine Weile sagen sie nichts, sie schauen einander an Und was zwischen ihnen ist braucht keine Worte.
00:08:58: Ich habe dich gesucht, sagt er Leise.
00:09:05: Dabei wusste ich nicht wo ich suchen sollte.
00:09:11: Das Meer is so weit So unendlich.
00:09:16: Man kann nicht suchen in der Unendlichkeit, und doch etwas in mir wusste, dass du hier bist.
00:09:29: Ich habe dein Lachen gehört.
00:09:31: bevor ich dein Gesicht sah, sagt sie.
00:09:37: ihre Stimme weich wie das Wasser.
00:09:42: eines Abends fiel es herab zu mir in die Tiefe hell und leicht Und ich dachte so klingt die Welt dort oben So möchte ich sie kennenlernen, da reicht er ihr die Hand und Sie nimmt sie.
00:10:09: Aber ihre Welten liegen noch weit auseinander wenn die Allerschönste ihm nahe kommt Wenn sie sein Lachen hört Und seine Hände sieht Die das Wasser berühren wie etwas kostbares.
00:10:28: Da wird ihr Gesang leiser.
00:10:35: Etwas verwandelt sich.
00:10:39: Aus dem weiten mächtigen Klang des Meeres Meckst etwas Zartes, Unsicheres.
00:10:50: Sie erschrickt darüber.
00:10:55: Er merkt es – Wo ist deine Stimme?
00:11:03: fragte eines Abends.
00:11:08: Ich weiß es nicht, sagt sie leise.
00:11:16: Und diese vier Worte klingen so verloren Dass er die Hand ausstreckt und sie hält Ohne Etwas zu sagen.
00:11:32: Zwischen ihren Welten gibt es eine kleine Insel Mit einem Strand einer Wiese, Pflanzen und Bäumen halb im Wasser, halb in der Luft.
00:11:53: Hier treffen sie sich wenn die Sonne untergeht.
00:11:59: Er schwimmt zu ihr hin Und er merkt wie leicht das Wasser ihn trägt.
00:12:10: Sie steigt herauf und versucht auf dem Stein zu stehen.
00:12:18: Sie fällt und lacht.
00:12:24: Zum ersten Mal lacht sie ein kleines Überraschtes Lachen.
00:12:32: Und er lacht mit, in diesen Moment kehrt etwas in ihre Kehle zurück.
00:12:44: Leise wie ein Ton der sich erst findet.
00:12:59: die Tage vergehen und mit ihnen verändern sich beide.
00:13:10: Er taucht tiefer und länger lässt sich vom Wasser tragen wie von einer zweiten Luft.
00:13:20: Er lernt das Singen des Meeres.
00:13:25: Er sieht ihr Schloss aus grünem, blauen und roten Glas.
00:13:32: Und staunt!
00:13:38: Sie verwandelt sich wenn sie an Land ist und übt auf der Insel zu stehen einen Fuß vor den anderen zu setzen.
00:13:53: das Wasser lässt sie los langsam so wie man eine Handlos lässt die man liebt ungern aber wissend dass es Zeit isst.
00:14:10: Wenn sie fällt, hilft er ihr.
00:14:14: Wenn er zu tief taucht, hilft sie ihm und je mehr Vertrauen zwischen ihnen wächst, desto voller wird ihre Stimme wieder.
00:14:31: eines Abends singt sie für ihn auf der Insel zum ersten Mal seit Langem.
00:14:41: Ihre Stimme ist dieselbe – und doch anders!
00:14:47: Nicht nur das Weite Fremde singen in der Tiefe sondern etwas, dass die Wärme des Abends in sich trägt und das Lachen.
00:14:59: Dass sie von ihm gelernt hat, er hört zu und weint ein bisschen ohne zu wissen warum.
00:15:17: Und sie legt die Hand auf seine Wange – und versteht es trotzdem!
00:15:28: Und so leben die Allerschönste und ihr Liebster auf ihrer Insel dieser kleinen unscheinbaren Welt zwischen Wasser und Luft Zwischen Tiefe und Licht, sie besucht sein Land.
00:15:49: Er besucht ihres Abends, hören die Menschen am Ufer manchmal ihren Gesang.
00:16:04: Sie wissen nicht warum aber ihre Herzen werden weit So erzählte der alte Mann mit der weißen Perücke.
00:16:21: Und wenn die Uhr in meiner Kammer schlägt Am Abend dann ist mir als Schwebe der Gesang in der Luft, weit und nah zugleich.
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