255 Man weiß ja nie (Abendroutine & Geschichte)
Shownotes
Lasse den Tag gemütlich gehen - und dann erzähle ich Dir etwas Schönes.
Diese Folge begleitet Dich in zwei Teilen in den Schlaf.
Teil 1: Abendroutine (~9 Min.)
Zuerst kommen wir gemeinsam zur Ruhe. Die Abendroutine enthält:
- Meditation zum Abend
- einen kurzen Tagesrückblick
- einen Dankbarkeits-Impuls
- eine kleine mentale Wellnessdusche
- und beruhigende Worte für Regeneration und Erholung
Teil 2: Geschichte „Man weiß ja nie"
Lena ist vor drei Jahren aus ihrer Heimatstadt weggegangen. Jetzt ist sie zurück, denn ihre beste Freundin Fee heiratet.
Lena soll Trauzeugin sein und eine Rede halten. Das Notizbuch, in das sie die Rede schreiben wollte, bleibt aber leer.
Stattdessen beginnt sie, ihre Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse in der Stadt zu notieren.
Eine Hommage an eine der schönsten Städte Deutschlands - an Regensburg, von Alexandra Matthes.
Sie handelt von Heimkehr, Freundschaft und der Kunst, das Nicht-Wissen auszuhalten.
Kapitelmarken
00:00:00 Start, Einleitung
00:02:30 Meditation
00:09:20 Geschichte „Man weiß ja nie"
Wie immer - wird zum Schluß alles gut. ✨
Nur die Geschichte hören? 🎧
Diese Folge gibt es auch ohne Meditation, perfekt zum Nachhören am Montag,
wenn Du gestern beim Einschlafen das Ende verpasst hast. 📖
☀️ Mein kleines Herzensprojekt „Hotel Sunshine"
Ich gründe gerade ein Modelabel und baue eine kleine Siebdruckwerkstatt in Berlin auf und erfülle mir damit einen langen Traum.
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Eingesprochen von: Alexandra Matthes
Eine eigene Geschichte von Alexandra Matthes
Musikalische Untermalung: Haegar Deutsch
www.diemaerchentante.de
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Transkript anzeigen
00:00:03: Man weiß ja nie.
00:00:05: Entspannende Abendmeditation und eine Gutnachtgeschichte von Alexandre Mattes.
00:00:16: Ich wünsche dir einen wunderbaren guten Abend Und freue mich, dass du jetzt hier bist Dass du dir diesen Moment nimmst.
00:00:28: Vielleicht liegst du schon gemütlich in deinem Bett?
00:00:32: Vielleicht ziehst Du die Decke noch ein kleines Stückchen hoch.
00:00:39: Gib Dir gerne nochmal die Bewegungen die sich gut anfühlen, richte und kuschel dich ein und nimm dazu ein paar ganz bewusste tiefe Atemzüge.
00:01:04: Wenn nicht schon getan, dann schließe jetzt deine Augen.
00:01:14: Spüre Dich wie Du da liegst, wie Dein Körper von der Matratze getragen wird.
00:01:28: Du brauchst nichts mehr tun, nichts mehr leisten, nichts Nur noch sein, mit jedem Atemzug ruhiger und entspannter.
00:01:52: Und das darf sich gut anfühlen.
00:02:08: Entspanne deine Schultern, deine Kiefer, deine Sternen.
00:02:27: Beobachte das Heben- und Senken deines Bauches und deiner Brust.
00:02:33: Mit jedem Atemszug lasse deine Beine und deine Arme ganz schwer werden – dein ganzer Körper!
00:02:54: sanft und entspannt, ganz ohne Eile.
00:03:09: Und während du dort liegst und rost, lad ich dich ein wie nebenbei die Bilder deines Tages kurz an dir vorbeiziehen zu lassen gleich wenn ich es sage – ohne Bewertung, ohne die Bilder festzuhalten.
00:03:36: ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages!
00:04:48: Möglicherweise war etwas heute ganz besonders schön.
00:04:55: Ein gutes Gespräch, ein stiller Moment, ein köstliches Essen, lasse das Schöne von heute kurz noch einmal leuchten und spüre diesen Glanz in dir!
00:05:18: Nimm dir einen kurzen Moment Zeit zusammen zu sammeln, wofür du heute dankbar bist – und das Innere Warme und frohe Leuchten zu spüren.
00:06:09: Nimm einen etwas tieferen Atem zu, und lass mit ihm ausatmen – alle Bilder los!
00:06:19: Alle Gedanken lasse ich in Himmel steigen, zu den Wolken und weiterziehen ganz leicht, ganz frei.
00:06:49: Und während dein Geist immer leichter wird kannst du vielleicht schon wahrnehmen wie dein Körper auf angenehme Weise Immer schwerer in die Matratze sinkt und das darf sich gut anfühlen, kein Fest halten.
00:07:21: Keine Anhaftung!
00:07:25: Einfach loslassen, einfach sein, denn du bist einzigartig wertvoll – und es ist so gut dass du da bist.
00:07:51: Fühle dich umabend und beschützt, geborgen und sicher wenn du schläfst, aber auch jetzt schon kann dein Körper all die wichtigen Regenerationsprozesse einleiten.
00:08:18: Jede Zelle in dir weiß genau wie Gesundheit funktioniert und jede Zelle weiß genau was zu tun ist.
00:08:34: einfach so während du schläft.
00:08:41: Die Dinge dürfen sich zu deinem Wohl und zu deinen Besten entwickeln so dass du morgen davon profitierst.
00:08:56: Alles wird gut und ich nehme dich mit in eine schöne alte Stadt, denn dort beginnt die heutige Geschichte.
00:09:24: Es gibt Städte, die erscheinen klein und unscheinbar auf der Landkarte.
00:09:32: In den Herzen der Menschen, die einmal dort zu Hause waren sind sie jedoch für immer groß und bedeutend.
00:09:43: Nicht alle Städte haben das.
00:09:45: Manche sind laut und ungeduldig, und wollen immer dass man bleibt oder geht oder sich endlich entscheidet.
00:09:58: Mancher schlafen nie, manche schlaffen zu viel und manche sehen aus als würden sie schlaven – sind aber wach?
00:10:12: Und warten!
00:10:15: Diese Stadt liegt an einem breiten Fluss über den sich eine alte steinerne Brücke spannt.
00:10:29: Ihre Gassen sind schmal, ihre Häuser alt und hoch über den roten Dächern erhebt sich ein Dom der schon viele Generationen kommen und gehen gesehen hat.
00:10:52: in dieser Stadt ist Lena aufgewachsen.
00:10:58: vor drei Jahren hatte sie sie dann verlassen denn damals war es überzeugt gewesen dass ihr Leben woanders auf sie wartet, in einer größeren Stadt weit im Norden.
00:11:15: Dort wurde Wind nach Hafenroch und Möwen selbst an grauen Tagen so klangen als hätten Sie gute Laune.
00:11:29: mit einem großen Koffer und noch größeren Plänen war sie fortgegangen.
00:11:40: ihre damalige Mitbewohnerin Fee hatte geweint.
00:11:46: ich weine nicht hatte sie gesagt, während sie beinte.
00:11:52: Ich bin nur kurz allergisch.
00:11:58: Wogegen?
00:12:00: hatte Lena gefragt.
00:12:03: Gegen Abschiede!
00:12:09: Das Telefongespräch in dem Fee ihr erzählte, dass sie heiraten würde, hatte genau drei und fünfzig Minuten gedauert.
00:12:20: Davon sprach ungefähr achtundvierzig Minuten lang Fee.
00:12:25: Er heißt Jonas – Jonas Brauer.
00:12:30: Ist das nicht ein schöner Name?
00:12:34: Brauer.
00:12:35: Wie jemand, der Bier braut!
00:12:38: Er braut aber kein Bier – er macht Architektur.
00:12:43: Aber trotzdem findest du
00:12:45: nicht?".
00:12:48: Lena lachte.
00:12:50: Fee lachte ebenfalls und dann redete sie weiter über Blumen, über Tischkarten, über einen Konditor, der plötzlich verschwunden war, über eine Tante die unbedingt ein Lied singen wollte.
00:13:10: Und irgendwann sagte sie, du kommst doch zur Hochzeit oder?
00:13:17: Du bist meine Trauzeugin!
00:13:19: Das ist keine Frage – du bist es und du hältst eine Rede.
00:13:27: Ich halte eine Rede?
00:13:30: fragte Lena.
00:13:33: Ja, eine schöne, stille, leiser... ...und Lena, komm' doch bitte ein paar Tage früher.
00:13:48: ja Man weiß ja nie, wozu man die Zeit noch braucht.
00:13:57: Lena schüttelte lächelnd den Kopf.
00:14:00: Das war typisch für Fee.
00:14:03: Fee sagte oft – man weiß ja nicht!
00:14:07: Deshalb hatte sie immer Pflaster dabei Immer Taschentücher, immer einen Regenschirm und vor allem Batterien.
00:14:21: Überall hatte sie Batterien In Schubladen in Körben, in Jackentaschen sogar einmal im Kühlschrank.
00:14:32: Wofür brauchst du die alle?
00:14:34: hatte Lena sie früher gefragt, man weiß ja nie was weiß man nie naja ob man sie braucht.
00:14:49: mehr Erklärung bekam man selten und trotzdem funktionierte diese Antwort erstaunlich oft.
00:15:06: eine Woche später stieg Lena aus dem Zug.
00:15:12: ihre Mutter war für zwei Wochen verreist und hatte ihr den Wohnungsschlüssel hinterlegt.
00:15:19: Mach es dir gemütlich!
00:15:21: Du kennst dich ja aus, hatte sie gesagt.
00:15:30: Lena zog ihren Koffer über die Pflastersteine – die Räder-Hollbutton.
00:15:39: Es klang ein bisschen zu laut für die kleine Straße, die in die Altstadt führte.
00:15:48: Vor der Bäckerei blieben ihre Füße einfach stehen so Wie sie es früher immer getan hatten, durch die Scheibe schimmerte das warme Licht und Lena sah die Bleche mit den goldenen Brötchen.
00:16:14: Sie öffnete die Tür.
00:16:15: – Grüß Gott!
00:16:19: rief ihr die Bäckerin entgegen.
00:16:21: – Grüss Gott?
00:16:24: sagte Lena.
00:16:27: einen Roggenleib bitte und zwei Semmeln mit Mon.
00:16:37: Lena nahm die Tüte Und als sie die Bäckerei verließ, spürte sie etwas das Sie schon lange nicht mehr gespürt hatte.
00:16:50: Eine zarte, euphorische Leichtigkeit!
00:17:00: Als Lena die Tür im ersten Stock des Alten Hauses aufschloss empfing sie der vertraute Geruch der alten Holzdielen.
00:17:12: Im Wohnzimmer blickte sie nach oben an die Decke – da war es noch immer das uralte Deckengemälde, die verblassten Rosen und die blauen Wolken und das kleine Rosengesicht.
00:17:33: Es schaute noch immer ein wenig schief.
00:17:37: Na?
00:17:39: sagte Lena.
00:17:42: Das Gesicht antwortete nicht aber es wirkte als hätte sie erkannt.
00:17:53: Lena hatte sich ein leeres Notizbuch am Bahnhof gekauft.
00:17:59: dort hinein wollte sie ihre Rede für die Hochzeit schreiben.
00:18:07: Sie legte das Büchlein auf den Tisch am Fenster, schlug es auf, nahm einen Stift und schrieb «Rede Für Fee» – weiter kam sie nicht!
00:18:29: Am nächsten Morgen, bevor sie Fee und Jonas besuchte, saß sie am Fenstern in der Küche, trang ihren Kaffee und beobachtete das bunte Treiben unten in der Gasse.
00:18:48: Da war der alte Mann wieder mit dem Dackel, der jeden Morgen um halb neun vorbeikam.
00:18:57: Er ging immer in dieselbe Richtung – immer der Dacke voran und da waren die zwei Herren vor dem Café, die mit großer Ernsthaftigkeit Schach spielten als hänge etwas sehr Wichtiges davon ab.
00:19:21: Da waren die Tauben auf dem Kirchturm die immer schon kurz vor dem Glockenleuten aufflogen.
00:19:33: Das Leben der Stadt hatte seinen eigenen Rhythmus, Lena hatte ihn früher nicht bemerkt – doch jetzt nahm sie ihn wieder auf wie eine bekannte Melodie, die man unbemerkt mitsumpt.
00:20:02: Sie nahmen ihr Notizbuch zur Hand und schrieb ein paar Gedanken auf um sie festzuhalten Geruch von frischen Semmeln Domglocken und Tauben, Mann mit Dackel und Schachspieler im Café.
00:20:33: Als sie die Wohnung verließ, begegnete ihr Frau Reiter.
00:20:39: Frau Reitor wohnte auf derselben Etage wie Lenas Mutter – Sie trug immer eine Strickjacke.
00:20:49: Egal welche Jahreszeit war!
00:20:53: Und sie hatte eine Art Menschen anzuschauen, die freundlich war?
00:20:58: und gleichzeitig sehr direkt, sodass man manchmal das Gefühl hatte sie sehr etwas dass man selbst gerade übersehen hatte.
00:21:12: Lena!
00:21:14: Frau Reiter du bist zurückgekommen.
00:21:20: meine alte Freundin Fee heiratet erzählte Lena.
00:21:27: Ich bin Trauzeugen Und ich muss eine Rede halten.
00:21:32: ich weiß allerdings noch nicht was sich sagen soll.
00:21:37: Frau Reiter nickte, so wie jemand nickt dem das bekannt vorkommt.
00:21:47: Man weiß ja nie wozu etwas gut ist, sagte sie dann.
00:21:56: der Umweg die Pause und auch dass nicht wissen.
00:22:03: Sie gingen gemeinsam die Treppe hinunter.
00:22:09: unten angekommen, sagte Frau Reithe.
00:22:15: Die Wohnung über mir wird übrigens im Herbst frei Mit dem tollen Erkerfenster fragte Lena.
00:22:29: Genau die, sagte Frau Reiter.
00:22:35: und dann – Ich habe Zwetschgendachi gemacht, den bringe ich dir morgen vorbei!
00:22:42: Dann hab einen schönen Tag und grüß.
00:22:45: Fehlschön von mir.
00:22:52: Am Nachmittag lernte Lena Jonas besser kennen.
00:22:57: Bisher hatte sie ihn nur flüchtig gekannt.
00:23:01: Jetzt stand er zwischen Blumen Kartons, halb aufgebauten Tischen und versuchte eine Lichterkette zu entwirren.
00:23:11: Mit bäßigem Erfolg.
00:23:15: Lena nahm ihm den verknoteten Ballen ab.
00:23:18: Einen Moment schwiegen sie.
00:23:22: Dann fragte er – Ist Fee eigentlich immer schon so gewesen?
00:23:29: Wie?
00:23:31: fragte Lena.
00:23:34: Dass sie sich immer um alle kümmert.
00:23:38: Lena lachte Ja!
00:23:41: Schon immer.
00:23:44: Jonas nickte langsam.
00:23:48: Dann hoffe ich, dass sie irgendwann merkt, dass er nicht mehr alles allein machen muss.
00:23:57: Lena sah ihn an und dachte Ja das ist gut!
00:24:11: Die Hochzeit fand in einem alten Gasthof statt mit getäffelter Decke Und viel zu vielen Blumen.
00:24:22: Es war wundervoll Nicht perfekt Denn eine Blumenweise fiel um.
00:24:28: Der Sänger vergaß den Text.
00:24:31: Die Hochzeitstorte kam zwanzig Minuten zu spät, aber Faye strahlte den ganzen Tag und Jonas ebenfalls.
00:24:49: Als es Zeit für Lenas Rede war, stand sie auf.
00:24:55: Sie reusperrte sich.
00:24:58: Faye sagte sie vergisst sich selbst.
00:25:05: Stille!
00:25:08: Sie vergisst ihren Personalausweis zu verlängern?
00:25:12: Sie vergisst ihr Handy-Update, sie vergisst ihren Zahnarztermin.
00:25:17: Sie vergißt früh genug aufzuhören für andere zu sorgen, damit auch noch etwas für sie selbst übrig bleibt – jemand lachte leise!
00:25:30: Aber sie vergiss nie wann du zuletzt geweint hast.
00:25:35: Sie vergesst nie dass du keinen Zucker im Kaffee magst.
00:25:39: Sie vergeßt nie dir um drei Uhr nachts einen Tee zu bringen ohne zu fragen ob du eine willst.
00:25:48: Fee lächelte und hielt Jonas Hand ein bisschen fester.
00:25:55: Und in ihrer Wohnung vor Lena fort gibt es überall Batterien, in jedem Schrank, in jeder Schublade – gelächter!
00:26:09: Ich habe lange nicht verstanden wofür.
00:26:13: Jetzt glaube ich, ich verstehe es.
00:26:18: Fee hat Angst vor der Dunkelheit und zwar vor der die man nicht vorher sehen
00:26:25: kann.".
00:26:27: Vor dem Moment, wenn das Licht ausgeht und man nicht vorbereitet ist – weil sie nie zuerst an sich selbst denkt – hat sie sich auf ihre Weise trotzdem gekümmert.
00:26:42: Für alle Fälle!
00:26:44: Weil ….
00:26:46: Man weiß ja nie….
00:26:51: Lena sah fäh an.
00:26:54: Fee sah aus als würde sie gleich wieder allergeschwerden.
00:27:01: Jonas, du hast ihr gesagt dass Du lernen möchtest.
00:27:06: was Sie braucht war das Klügste, was du hättest sagen können.
00:27:13: Denn das heißt ich sehe dich!
00:27:16: Ich denke an dich.
00:27:18: Du musst nicht mehr länger alles alleine
00:27:20: tragen.".
00:27:24: Lena sah das Brautpaar an.
00:27:28: »Ich wünsche euch, dass ihr euch gegenseitig Batterien kauft und dass ihr nie im Dunkeln sitzt.
00:27:43: Später nachdem getanzt, gegessen und geredet worden war, saßen Lena und Faye vor dem Gasthaus.
00:27:52: Die Nacht war mild, die alten Gassen lagen still da.
00:27:59: Nur die Laternen warfen ihre goldenen Kreise auf das Plaster.
00:28:07: Faye sagte Ich habe gewusst dass du kommst.
00:28:13: Du hast mich eingeladen, sagte Lena.
00:28:19: Nicht das!
00:28:21: Faye schüttelte den Kopf.
00:28:24: ich meine Dass du zurückkommst.
00:28:30: Faye lehnte ihren Kopf gegen Lenas Schulter.
00:28:35: Ich bin froh, dass ich da bin.
00:28:39: Ich auch, sagte Phe.
00:28:48: In den nächsten Tagen schrieb Lena wieder in ihr Notizbuch – nicht über die Rede, die war ja längst gehalten, sondern über die Stadt, über den Fluss, die Glocken, die Menschen.
00:29:08: Ab und zu trank sie mit der Nachbarin Frau Reiter Kaffee.
00:29:14: Sie sprachen über das Wetter, über Reisen, über alte Häuser Und irgendwann sagte Frau Reiter, manchmal muss man dem Leben erlauben einen zu überraschen.
00:29:32: Lena dachte darüber nach.
00:29:41: Abends saß sie am Fenster Der Dom ragte in den Sternenhimmel Irgendwo leuteten Glocken.
00:29:54: Lena dachte an Fee An Jonas An Frau Reita An die Wohnung mit dem Erkerfenster.
00:30:09: Ob sie sie nehmen würde, wusste sie nicht.
00:30:13: Ob sie bleiben würde?
00:30:15: Wusste sie ebenfalls nicht!
00:30:19: Vielleicht würde sie zurück in den Norden fahren und würde im Winter erst wiederkommen.
00:30:27: Vielleicht würde aber auch alles ganz anders werden.
00:30:35: Früher hätte sie das beunruhigt – jetzt nicht mehr.
00:30:41: Man weiß ja nie, dachte Lena.
00:30:48: Für Faye hatte dieser Satz immer bedeutet auf alles vorbereitet zu sein.
00:30:55: Auf Regentage, auf Stromauspelle, auf alles was passieren konnte.
00:31:05: Lena lächelte – vielleicht war das ungewisse gar keine Gefahr!
00:31:17: Sie sah noch einmal auf die stille Gasse hinunter.
00:31:22: dann schloss sie ihr Notizbuch und ging schlafen.
00:31:37: Ich wünsche dir eine gute Nacht einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.
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