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Der rätselhafte Bettler, Neuauflage (nur Märchen)

Shownotes

Drei Schwestern, ein geheimnisvoller Bettler am Wegrand, und eine kleine Freundlichkeit, die alles verändert.

☀️Sommermärchen: Während meiner Sommerpause hole ich ein paar meiner ersten Folgen noch einmal hervor, von meinem Liebsten neu gemastert und neu vertont.

🎧 Dies ist die Montagsversion, nur die Geschichte ohne Meditation, ein kleines Hörbuch zum Einschlafen.
Perfekt zum Nachhören, wenn Du gestern beim Einschlafen das Ende verpasst hast. 😄
Du möchtest einen wundervollen Abschluss für Deinen Tag? Die Sonntagsfolge mit Abendroutine und Meditation findest Du als Folge 258 Der rätselhafte Bettler, Sommermärchen

Was im Märchen passiert:
In einem vornehmen Haus leben drei Schwestern. Die beiden älteren sind hochmütig und weisen jeden Freier ab, doch die jüngste, Tara, wünscht sich nur einen guten, fleißigen Menschen an ihrer Seite.
Als ein zerlumpter Bettler quer über dem Weg zum Fluss liegt, springen die älteren Schwestern achtlos über ihn hinweg. Tara aber geht voller Mitgefühl behutsam um ihn herum.
Am Fluss zeigt sich, dass in dem Bettler weit mehr steckt, als sein zerlumptes Gewand verrät, und er stellt Taras gutes Herz auf eine sanfte Probe. Ein Märchen darüber, dass wahre Größe im Herzen liegt und Freundlichkeit am Ende reich belohnt wird.

Ein indisches Märchen.

Die Geschichte wird von sanften Klängen und Musik begleitet.

Wie immer: Alles wird gut. ✨


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Geschrieben, eingesprochen & bearbeitet von: Alexandra Matthes
Ein Märchen aus Indien, neu erzählt von Alexandra Matthes (Neuauflage von Folge 84)
Musikalische Untermalung: Haegar Deutsch, www.haegar.live
www.diemaerchentante.de

Copyright Alexandra Matthes 2026

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Transkript anzeigen

00:00:02: Der rätselhafte Bettler, ein Märchen aus Indien.

00:00:14: In einem vornehmen Hause lebten einmal drei Schwestern.

00:00:24: alle drei waren gleichermaßen klug tüchtig und schön.

00:00:33: ihre Schönheit glich den wilden Berggrüßern Themen und zog viele Freier an.

00:00:46: die freier schwirrten ständig um sie herum, wie die Bienen, um duftende Honigblüten.

00:00:58: Die beiden älteren Schwestern waren hochmütig.

00:01:03: Keiner der jungen Burschen genügte ihren Ansprüchen und an jedem hatten Sie etwas auszusetzen.

00:01:14: Der eine war Ihnen zu arm und der andere war Ihnen so groß.

00:01:22: Der nächste wiederum war Ihnen too klein.

00:01:29: wie es alle die Eigenschaften auf, die sie sich von ihrem künftigen Gemahl erträumten.

00:01:41: Viel Bescheidener dagegen war Tara – die jüngste Schwester.

00:01:48: Sie war reinen Herzens und wünschte sich nur einen fleißigen Jüngling mit dem sie gut zusammenleben konnte.

00:02:02: Eines schönen Morgens trat die älteste Schwester vor das Hoftor.

00:02:11: Auf dem Rücken, mit Bändern befestigt, trug sie eine goldene Schale.

00:02:20: Mit dieser Schale sollte sie vom Nahen Fluss her Wasser holen.

00:02:28: Doch wie erschrak sie?

00:02:31: Als sie vor ihren Füßen einen Bettler in Lumpen quer über den Weg liegen sah!

00:02:41: Sie fuhr mit der Hand in der Luft herum und rief ihm zu – Platz da!

00:02:46: Platz da!

00:02:48: Versperre mir nicht den Weg zum Wasser holen.

00:02:53: Der Wettbler blinzelte sie an und brummte, wozu so hast ich?

00:03:02: Mädchen wenn du nur Wasser holst?

00:03:08: hochmütig entgegnete das Mädchen.

00:03:12: der Vater braucht Wasser um Wein anzusetzen Und Ich will mein Haar waschen.

00:03:20: Ich habe keine Zeit hier länger herum zu stehen.

00:03:27: Ich kann aber nicht aufstehen, sagte der Bettler seine Augen öffnend.

00:03:36: Wenn du Wasser holen willst so musst du schon über mich hinweg steigen.

00:03:44: Wenn es weiter nichts ist antwortete sie pralend und dabei war sie auch schon mit einem Hopser über ihn hinweg gesprungen.

00:04:04: Am nächsten Tag ging die zweite Schwester zum Wasserholen.

00:04:12: Sie hatte eine silberne Schale auf den Rücken gebunden und trat damit zum Tor hinaus.

00:04:24: Aber als sie dem gleichen Bettler quer über den Weg liegen sah, wich sie ein paar Schritte zurück.

00:04:33: – Gib den Weg frei!

00:04:38: rief sie ihn an.

00:04:41: Ich will Wasser holen.

00:04:45: Der Bettler schlug die Augen auf und wollte wissen warum sie so ungeduldig sei.

00:04:55: Mutter will die Butter spülen und ich will mein Haar waschen, fuhr sie ihn an.

00:05:03: Daher kann ich mich hier nicht solange aufhalten – der Bettler strich nur über seine zerlummte Filzkutte und meinte Wenn du Wasser holen willst dann steigt nur getrost über mich hinweg.

00:05:27: Ich kann nicht aufstehen.

00:05:33: Das Mädchen prallte genau wie ihre Schwester und hoppste über dem Bettler hinweg.

00:05:48: Am dritten Tage war die Reihe an Tara, der jüngsten Schwester.

00:05:57: Fröhlich nahm sie die große Perlmochale und ging zum Tor hinaus.

00:06:08: Verwundert blieb sie stehen denn quer über den Weg lag ein Bettler.

00:06:20: Sie beugte sich voller Mitleid zu dem alten Mann herunter und bat ihn behutsam.

00:06:28: »Ich will Wasser holen!

00:06:30: Lass dir mich bitte vorbei, ohne sich zu rühren und ohne die Augen zu öffnen« sagte der Bettler.

00:06:44: «Ich versperre doch niemandem den Weg.

00:06:47: Spring nur über mich hinweg.

00:06:52: Ich wage aber nicht, über euch hinwegzuspringen.».

00:06:59: Und so ging sie ganz vorsichtig um ihn nur nicht zu stoßen oder zu treten, um dem Bettler herum und an ihm vorbei.

00:07:16: Dann rannte sie hinab zum Fluss den zart.

00:07:21: grüne Weidensäumten das kristallklare Wasser.

00:07:30: Lud ein einen Morgentrunk zu nehmen, Tara setzte ihre Schale ab und beugte sich über das Ufer um aus ihren Händen ein paar Schlucke des erfrischenden Wassers zu nehmen.

00:07:54: Als sie fertig getrunken hatte, begannen sie mit einer Kelle die große Schale vollzuschöpfen.

00:08:06: Doch als sie sich bückte und die Schale aufnehmen wollte stand der zerlummte Bettler vor dem Mädchen.

00:08:27: Über den hilfsbereiten Bettler hockte sich Tara nieder und rückte die Tragremen auf den Schultern zurecht.

00:08:39: Zwar packte der Bettler mit kräftigen Händen zu, aber es schien nicht weit her zu sein – mit seiner Geschicklichkeit!

00:08:51: Denn plötzlich ließ er los.

00:08:57: Mit einem lauten Krach fiel die große Perlmutschale zur Boden Zerschlug auf dem Stein, aus Angst vor dem Schelten ihrer Mutter und betrübt.

00:09:18: Wegen der zersprungenen Schale fing Tara an zu weinen.

00:09:23: – doch!

00:09:28: Der Bettler schien das Unglück überhaupt nicht ernst zu nehmen.

00:09:35: Um diese Schale solltest du dich wirklich nicht grämen.

00:09:40: Ich werde dir eine andere besorgen, Tara Weintel nur umso heftiger.

00:09:51: Da sie genau wusste, dass nirgends auf der Welt eine solche ein zweites Mal existierte und dann fehlte es doch gewiss dem Bettler an Geld, um eine so schöne Wasserschale anfertigen zu lassen.

00:10:12: Während sich das Mädchen noch immer nicht beruhigen konnte, setzte der Bettler die schönen Stücke der zerbrochenen Schale wieder zusammen Erstrich, mit der Hand über die Risse und mit einem Mal sah die Schale noch schöner aus als vor dem.

00:10:38: – Schau an!

00:10:45: Bist du nun zufrieden?

00:10:50: Fassungslos streckte Tara die Hand nach der Schale aus.

00:10:56: und wie erstaunte sie erst, als sie sah, dass die Schalle bereits mit Wasser gefüllt war so, als ob sie nie ausgelaufen wäre?

00:11:12: Der Kummer verflog, da sich die Gewissheit einstellte einen Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten vor sich zu haben.

00:11:27: Sie sagte zum Bettler, ihr seid ein guter Mensch und weil ihr mich gerettet habt möchte ich euch auch etwas Gutes erweisen.

00:11:42: Ich habe keine Bleibe für diese Nacht!

00:11:46: antwortete der Bettler.

00:11:49: Es wäre mir sehr viel geholfen, wenn ich in der Küche neben dem Herdfeuer liegen könnte.

00:12:00: Da wird vielleicht die Mutter dagegen sein", antwortete Tara Zögerndt.

00:12:07: Sie mag nämlich Bettler nicht leiden – aber seid nicht ungehalten deswegen!

00:12:15: Ich werde versuchen sie umzustimmen.

00:12:21: Du brauchst nicht besonders zu bitten meine

00:12:24: Dwegen.".

00:12:25: Wenn die Mutter dagegen sein sollte, dann gib ihr einfach was unten in der Schale liegt.

00:12:36: Wenn den Mädchen auch nichts aufgefallen war als es in die Schale geschaut hatte so vertraute es dem Bettler doch.

00:12:49: Tara nahm die Wasserschale und trug sie nach Hause.

00:13:00: Zuhause angekommen schüttete sie das Wasser in einen Kupfer-Bottig.

00:13:09: Dabei berichtete sie der Mutter über das Anliegen des Bettlers.

00:13:18: Die Mutter brauste auf, wie kannst du einem zerlumpten Wettler ins Haus bringen?

00:13:25: Der ist sich am Herdfeuer gemütlich machen will – bei diesen Worten sprang ein goldblitzendes Ding aus der Wasserschale und rollte über den Boden.

00:13:45: Tara erklärte der Mutter, dass es ein Geschenk für dich vom Bettler.

00:13:55: Als die Mutter sah, dass es ein kostbarer Goldring war, stimmte sie gleich freudig zu.

00:14:06: Freilich hol ihn nur herein!

00:14:09: Es wird sich schon ein Plätzchen für ihn finden.

00:14:17: Am Abend saß die Familie zusammen um noch ein wenig zu plaudern.

00:14:26: Der Vater schlöfte seinen Buttertee Die Mutter spannen Schafswolle und Man sprach über die Herzensangelegenheiten der Töchter.

00:14:44: Ich möchte einen indischen Fürsten heiraten, sagte die älteste Tochter und ich wäre schon mit einem tibetischen Prinzen zufrieden, meinte die Zweite.

00:15:03: als der Vater Tara fragte schwieg sie verlegen.

00:15:10: in diesem Moment klopfte es an der Tür und der Bettler kam herein.

00:15:26: Er sprach?

00:15:29: Für eure jüngste Tochter möchte ich gerne den Hochzeitsbitter machen.

00:15:37: Solch ein schönes Mädchen sollte niemand anders als Gongzira heiraten, noch niemand hatte je diesen Namen gehört.

00:15:52: Niemand wusste wer Gongzirah war und wo er wohnte.

00:16:01: Angesichts des zerlumpten Bettlers dachten die Eltern nichts anderes als das Konzirer einer seinergleichen sei, arm abgerissen und verachtet.

00:16:20: Da wandte sich der Bettler an die Jüngste.

00:16:24: Konzira ist ein guter Mensch!

00:16:28: Würdest du ihn heiraten um das Mädchen zu überzeugen?

00:16:35: Fuhrt er Bettler fort – Du würdest mit Konziro ein glückliches Leben führen.

00:16:44: Ich meine es ehrlich mit dir Und sage dir Die volle Wahrheit, da erinnerte sich Tara der morgendlichen Begegnung.

00:16:59: Sie hielt es nun für ganz ausgeschlossen, dass der Bettler sie belügen sollte.

00:17:09: Ich vertraue euch und möchte Gong Zira heiraten!

00:17:15: Aber wo wohnt er?

00:17:17: Was ist er für ein

00:17:18: Mensch?!

00:17:23: Du bist wirklich ein kloges Mädchen – du brauchst mir nur zu folgen….

00:17:29: ich werde dir dann den Weg zeigen.

00:17:35: Sogleich wandte sich der Bettler der Tür zu und ging davon, da Tara ihm sofort nach lief riefen die Eltern aufgebracht hinter der Tochter her überlegst ihr gut und bereue deinen Schritt nicht.

00:17:59: wenn du einmal fortgegangen bist wird dich das Elternhaus nie mehr aufnehmen.

00:18:08: auch die beiden Schwestern ließen es nicht an Schmähworten fehlen, und Tara trat hinaus ins Freie.

00:18:25: Und in der Dunkelheit war keine Spur mehr von dem Bettler zu sehen.

00:18:37: Auch der Mond tauchte das Land in sein mildes Licht und ließ den Wanderstab des Bettlers in geheimnisvoller Weise aufleuchten – so dass Tara sah wohin!

00:18:56: Der Weg führte.

00:19:04: Sie wanderte rastlos durch Täler, über Berge ohne zu zählen wie oft Sonne und Mond über den Himmel gezogen waren.

00:19:23: bis sie eines Tages an eine Bergweide gelangte, grasste eine riesige Schafherde.

00:19:38: Tara fragte den Hirten ist hier ein Bettler vorbeigekommen?

00:19:48: Nein!

00:19:50: sprach der Herde.

00:19:53: Nur Gong Zira war hier, und das sind seine Schafherden.

00:20:03: Tara dankte dem Hirten!

00:20:05: Und ging weiter?

00:20:13: Nach einiger Zeit traf sie einen Rinderhirten.

00:20:19: Den fragte sie, Herrte, habt ihr hier einen Bettler gesehen?

00:20:27: Ein Bettler war nicht hier, antwortete der Herrte aber Gong Zirah hat gerade seine Herde besucht.

00:20:37: Soweit euer Auge blickt, alles hier gehört ihm.

00:20:46: Tara verabschiedete sich höflich vom Rinderhirten und ging weiter bis sie zu einem prächtigen Palast kam dessen goldenes Dach in der Sonne glänzte.

00:21:13: Ara bande sich an einen weißhaarigen Alten, der ihr gerade entgegenkam.

00:21:22: Erwürdiger Alter.

00:21:24: Habt ihr hier einen Bettler gesehen?

00:21:29: Nein, mein Kind.

00:21:31: Ich sah nur Gomzira, der gerade zurückgekehrt ist und bitte sagt mir, welche Heiligkeit hier in diesem Kloster verehrt wird!

00:21:49: Güthig vor der alte Fort – das ist kein Kloster, mein kind Das ist Gomziras Palast.

00:22:03: Geh nur diesen Weg weiter, erwartet bereits auf dich.

00:22:13: Sie bedankte sich bei dem freundlichen alten Mann und ging zum Palast.

00:22:25: der Wuchsen mit einem Mal aus dem Boden den es berührte ganze Büsche farbenprächtiger Blumen.

00:22:39: ein wundervoller Duft breitete sich in verschwenderischer Fülle ringsumher aus, die Blumenallee von einer Geisterhand.

00:22:57: Gleichsam als Ehrenspalier zur festlichen Begrüßung geschaffen, zog sich bis zum Felsenfundament des Palastes hin.

00:23:17: Als Tara die Stufen heraufschritt, öffnete sich das Tor und Gonzira kam ihr mit einer Schaf von Dienern entgegen.

00:23:36: Die Diener trugen auf ihren vorgestreckten Händen glanzvolle Gewänder und Schmuck aus Perlen, Korallen und Edelsteinen.

00:23:54: Gonzira war ein wunderschöner kräftiger Jüngling – und er trug Tara so dann seinen Wunsch vor Sie heiraten zu wollen, er gefiel ihr und sie stimmte voller Freude zu.

00:24:24: Gong Zira war ein liebenswerter Mensch der als Bettler verkleidet.

00:24:31: nur das gütige Herz des Mädchens hatte er proben wollen.

00:24:41: Während Gong Zirah auf seinem goldenen Lager saß liess sich Tara auf einer silbernen Liege nieder.

00:24:54: Sie streifte sich, ein Regenbogen gewandt über und legte den Silbernen Schmuck an.

00:25:07: Sie wählten einen glückverheißenden Tag um im prächtigen Palast eine glanzvolle Hochzeit zu feiern!

00:25:23: Und wenn sie nicht gestorben sind so leben sie auch heute noch in diesem wunderschönen Palast von Blumen umgeben, irgendwo in Indien.

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