260 Das Spiegelbild, Neuauflage (Abendroutine & Märchen)
Shownotes
Komme in Deinem Bett an und lasse Dich von einer Geschichte in den Schlaf tragen. 🙏🏻✨
🌞 Dies ist eine Folge aus meiner Reihe „Sommermärchen“. Während meiner Sommerpause hole ich ein paar meiner älteren Folgen noch einmal hervor, neu gemastert und neu vertont, und nehme Dich mit ins Land der schönen Geschichten & Märchen.
Diese Folge besteht aus zwei Teilen:
Eine sanfte Abendroutine zum Ankommen, dann die Geschichte.
Teil 1: Abendmeditation (~10 Min.)
Zuerst kommen wir gemeinsam zur Ruhe. Die Abendroutine enthält:
- eine geführte Abendmeditation
- einen kurzen Tagesrückblick
- einen Dankbarkeits-Impuls
- und freundliche, beruhigende Worte für Regeneration und innere Ruhe
Teil 2: Märchen „Das Spiegelbild“
Ein Mann reist nach Kyoto und kauft dort einen Spiegel, einen Gegenstand, den er noch nie zuvor gesehen hat. Als er hineinblickt, erkennt er das junge Gesicht seines verstorbenen Vaters und ahnt nicht, dass es sein eigenes ist.
Heimlich bewahrt er den Spiegel auf, um Tag für Tag bei seinem Vater zu sein. Doch seine Frau findet ihn, sieht darin eine fremde junge Frau, und ein Missverständnis nimmt seinen Lauf.
Ein stilles, weises japanisches Märchen darüber, was wir in Spiegeln wirklich sehen.
Ein etwas sonderbares, aber genauso besonderes japanisches Märchen mit Tiefgang.
Die Geschichte wird von sanften Klängen und Musik begleitet.
Wie immer: Alles wird gut. ✨
Kapitelmarken
00:00:45 Abendmeditation
00:05:21 Märchen: Das Spiegelbild
Nur die Geschichte hören? 🎧
Diese Folge gibt es auch ohne Meditation, perfekt zum Nachhören am Montag,
wenn Du beim Einschlafen das Ende verpasst hast. 📖
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Geschrieben, eingesprochen & bearbeitet von: Alexandra Matthes
Ein japanisches Märchen, neu erzählt von Alexandra Matthes (Neuauflage von Folge 123)
Musikalische Untermalung: Haegar Deutsch, www.haegar.live
www.diemaerchentante.de
Copyright Alexandra Matthes 2026
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Transkript anzeigen
00:00:03: das Spiegelbild, meditative Abendentspannung und ein Märchen aus Japan.
00:00:14: Hallo und
00:00:15: herzlich willkommen!
00:00:17: Während meiner Sommerpause nehme ich dich mit
00:00:21: zurück
00:00:22: zu meinen ältesten Folgen.
00:00:24: Heute hören wir das Spiegelbild – eine Geschichte aus den ersten Tagen der Märchentante neu gemastert und vertont von meinem liebsten Heger.
00:00:35: Und wie immer vorneweg Eine kleine Entspannung, für innere Ruhe und ein Kehr.
00:00:48: Ich hoffe du hattest einen wunderbaren Tag!
00:00:52: Und hast es dir jetzt schon
00:00:54: in deinem
00:00:54: Bett so richtig gemütlich gemacht?
00:00:59: Dann recke und strecke dich doch nochmal und nehm' mein Partie für Atemzüge.
00:01:15: Wenn du willst kannst du dabei auch gähnen... ...und dir die Bewegungen geben, die wir gerade so richtig gut tun.
00:01:31: Dann mach es dir bequem und finde eine Position, in der du es so richtig gemütlich hast.
00:01:49: Dann schließe deine Augen – komm an!
00:01:56: In deinem Hier-und Jetzt, in deinem Bett, in deinem heutigen Abend.
00:02:10: Und dann lasse doch nochmal die Gedanken vor ein paar Momente zurückgehen an den Tag.
00:02:19: Was ist heute alles passiert?
00:02:22: Welche Bilder des Tages kommen dir gerade so in den Sinn, ich gebe dir ein paar Momente Zeit um zu reflektieren und die Bilder des Tages vor deinem inneren Auge Revue passieren zu lassen.
00:03:28: Und dann finde doch mal mindestens drei Dinge für die du besonders dankbar bist.
00:03:34: heute bedanke dich auch bei dir selbst und an Verabschiede diesen heutigen Tag ganz feierlich und freundlich So wie sie sind, gut sein, atme und lass sein.
00:04:31: Es ist alles getan für heute – nun gibt es nichts anderes mehr zu tun als zu entspannen und dich von einer nächsten Welle der Müdigkeit in den Schlaf tragen zu lassen.
00:05:04: Und so kommst du an im Land der wunden Geschichten weit weg!
00:05:14: Von hier.
00:05:27: ein Mann lebte nach dem Tode seiner Frau mit seinem Sohn allein zusammen.
00:05:35: Als der Vater sein Ende nahen fühlte, redete er dem Sohn zu sich zu verheiraten.
00:05:47: Der Sohn befolgte den Rat und lebte nach des Vaters Tod einträchtig mit seiner Frau zusammen.
00:05:59: Einmal als er in der Hauptstadt Kyoto etwas zu erledigen hatte sah er bei einem Händler einen Spiegel.
00:06:11: Er betrachtete den unbekannten Gegenstand.
00:06:19: Als er ihn in den Händen drehte, sah er plötzlich seinen verstorbenen Vater aber nicht so wie er in den letzten Jahren ausgesehen hatte sondern den jungen und kräftigen Vater – aus seinem Kinderjahn!
00:06:44: Der Vater schaute ihn aus dem merkwürdigen Ding heraus an.
00:06:52: schnell entschlossen, erwarb er den Spiegel.
00:07:02: Zu Hause angekommen, bark er ihn sorgfältig.
00:07:10: Er ging täglich heimlich in das Zimmer wo er ihn aufbewahrte um dort einige Stunden mit seinem Vater zu verbringen.
00:07:23: Denn er wusste nicht dass das Gesicht das ihm aus dem Spiegel entgegenblickte sein eigenes Gesicht war.
00:07:36: der Frau fiel dieses Benehmen auf als der Mann einmal Das Haus verlassen hatte, ging sie in das Zimmer und fand den Spiegel.
00:07:51: Neugierig blickte sie hinein und sah darin eine schöne junge Frau.
00:08:04: Bei der Rückkehr ihres Mannes schimpfte sie heftig mit ihm – und beschuldigte ihn sich eine Nebenfrau genommen zu haben, die er dort im Zimmer vor ihr Verborgen halte.
00:08:20: Nachbarn versuchten, den Ehezwiss zu schlichten und führten die beiden zu Äbtissen, eines nahen Non-Clusters.
00:08:31: Diese sollte den Streitfall entscheiden.
00:08:37: Der Mann behauptete er wisse von keiner Nebenfrau.
00:08:42: Es sei sein verstorbener
00:08:43: Vater der in dem Ding da lebte.
00:08:48: Die Frau blieb bei ihrer Behauptung.
00:08:54: Da die Äbtisse nicht wusste wem sie recht geben sollte ließ sie sich den Spiegel reichen um selbst nachzuschauen wer von den beiden die Wahrheit spreche, als sie nun in den Spiegel blickte, sah sie darin ihr eigenes Gesicht.
00:09:17: Mit dem kahlgeschworenen Kopf darauf entschied sie es ist wahr dass sich dein Mann an die Nebenfrau genommen hat.
00:09:31: diese bedauert aber der Anlass zu eurem Ehe Streit geworden zu sein und sie ist deshalb bereit auf ihre Ansprüche zu verzichten.
00:09:44: Und um zu beweisen, dass ihre Absicht ehrlich und ihr Entschluss unabänderlich ist, hat sie beschlossen, Nonne zu werden – und sich deshalb die Haare abgeschoren.
00:09:59: Ich werde Sie bei mir im Kloster behalten!
00:10:03: Und Ihr geht beruhigt nach Hause und vertragt Euch wieder.
00:10:10: Damit entließt sie das Ehepaar und behielt den Spiegel.
00:10:28: dann denke dir doch die Geschichte so weiter, wie du sie enden lassen möchtest.
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