264 Das arbeitscheue Glück, Neuauflage (Abend-Meditation & Märchen)
Shownotes
Finde Ruhe, lasse den Tag los und begleite mich auf dem Weg in einen entspannten Schlaf. Diese Folge beginnt mit einer sanften Abendmeditation und führt Dich anschließend in das Volksmärchen aus dem Balkan: „Das arbeitsscheue Glück“ eine Geschichte über Hoffnung, Vertrauen und die Erkenntnis, dass sich das Glück manchmal genau dann zeigt, wenn wir bereit sind, ihm zu begegnen. Kapitelmarken: 00:00:00 Intro 00:00:20 Meditation 00:08:38 Märchen: Das arbeitsscheue Glück 🌙 Sommermärchen, Neuauflagen Die Sommermärchen sind liebevoll neu bearbeitete Lieblingsfolgen aus den ersten Jahren der Märchentante. Behutsam neu vertont, technisch überarbeitet, begleiten sie Dich durch den Sommer zum Entspannen, Loslassen und Einschlafen.
In der heutigen Abendmeditation nimmst Du Dir noch einmal bewusst Zeit für Deinen Atem, einen liebevollen Rückblick auf den Tag und einen Moment der Dankbarkeit. Anschließend erzählt die Geschichte von einem armen Tagelöhner, dessen eigenes Glück ihm lange im Weg steht, bis eine unerwartete Begegnung sein Leben verändert.
Mach es Dir gemütlich, schließe die Augen und lass Dich von meiner Stimme in einen ruhigen Schlaf begleiten. ✨ Schön, dass Du heute Abend hier bist.
Das arbeitsscheue Glück | Sommermärchen | Abendmeditation & Märchen
Wenn Du schon während des Märchens eingeschlafen bist, so kannst Du die Folge als Hörbuch ohne Meditation (die neuen Folgen kommen immer montags ab 6 Uhr) nachhören.
Die Märchentante, das bin ich, Alexandra Matthes, Hypnosetherapeutin und Designerin aus Berlin.
🫶 Alle Geschichten und Märchen, die ich auf meinem Podcast-Kanal "Was Schönes zum Einschlafen" und bei YouTube unter youtube.com/alexandramatthes veröffentliche, wurden von mir sorgfältig ausgewählt oder für diesen Podcast neu bearbeitet. Ich biete Dir eine große Auswahl an ganz unterschiedlichen Gute-Nacht-Geschichten aus aller Welt, lange und kurze, klassische und unbekannte Märchen.
Viele Geschichten stammen aus meiner eigenen Feder. Alle Folgen spreche ich persönlich ein. 🫶 Echte Stimme, keine KI.
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Redaktion & Sprecherin: Alexandra Matthes
Hintergrundklänge, Video & Mastering: Haegar Deutsch
https://www.haegar.live
© Alexandra Matthes 2026
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Transkript anzeigen
00:00:03: das arbeitsscheue Glück, Abendritual und eine Einschlafgeschichte
00:00:08: aus dem
00:00:09: Balkan.
00:00:20: Mach es dir in deinem Bett so richtig schön bequem
00:00:26: im Liegen lang ausgestreckt!
00:00:32: Und dann recke und strecke dich
00:00:34: doch nochmal
00:00:42: wenn du möchtest dann gerne ganz laut und intensiv und gib dir doch noch mal die Bewegungen, die deinem Körper Gerade gut tun.
00:01:12: Nimm noch einmal ein paar ganz tiefe und bewusste Atemzüge, spüre wie die Luft in dich hineinströmt und lass los bei jedem Ausatmen.
00:01:44: Lass los!
00:01:47: Alles verbrauchte und überflüssige.
00:02:01: wenn es nicht schon getan hast dann schließe deine Augen.
00:02:12: Es gibt jetzt nichts mehr
00:02:13: zu tun
00:02:14: außer ist dir gemütlich zu machen Und mehr und mehr zur Ruhe zu kommen.
00:02:36: Um nochmal Kontakt zu deinem Körper aufzunehmen, lege doch eine Hand auf deinen Herz
00:02:44: und die andere
00:02:45: auf deinen Bauch und dann spüre deinen Atem das gleichmäßige Heben- und Senken deines Oberkörpers.
00:03:11: Spüre deinen Herzschlag und schicke einen Impuls der Dankbarkeit in deinen Körper.
00:03:35: Das bist du jetzt!
00:03:39: und her am Ende dieses einzigartigen Tages.
00:03:54: Und es darf sich gut anfühlen,
00:03:57: du selbst zu sein
00:03:58: – geborgen und sicher!
00:04:15: Dann mach es dir gemütlich, finde eine wunderbare
00:04:18: Position der Du
00:04:22: ganz bequem und entspannt liegen kannst.
00:04:30: Lass in der nächsten Minute die Bilder Deines heutigen Tages nochmal in dein Bewusstsein kommen.
00:04:41: Was ist heute geschehen?
00:04:43: Was hat dich heute
00:04:45: besonders bewegt, was war heute vielleicht auch besonders schön?
00:04:52: Eine Minute
00:04:54: für deine Bilder des Tages.
00:06:01: Und dann lass sie dir noch einmal ins Bewusstsein kommen,
00:06:04: wofür du
00:06:05: heute besonders dankbar bist!
00:06:10: Sammle mindestens drei Dinge zusammen, für die du dankbar bist und dann lasse die Gedanken des Tages Davon ziehen,
00:06:53: stell dir vor!
00:06:55: Du sitzt in einem Zug der ganz ruhig durch die Landschaft fährt.
00:07:03: Die Sonne geht langsam unter und du fährst und fährest und lässt den Tag alles was wahr hinter dir.
00:07:22: Du kannst das was war einfach gut sein lassen.
00:07:34: darf sie abendliche Landschaft an dir vorbei ziehen lassen und ganz nebenbei der Geschichte lauschen, die ich dir gleich vorlesen werde.
00:07:55: Während dein Körper immer schwerer, immer gemütlicher
00:08:01: in die Matratze
00:08:02: sinkt,
00:08:05: lese ich dir
00:08:07: eine Geschichte vor – du darfst dich von meinen Worten in den Schlaf tragen lassen!
00:08:18: Du darfst jederzeit
00:08:21: einfach einschlafen.
00:08:40: Ein armer Tagelöhner schuftete von
00:08:43: früh bis
00:08:44: spät."
00:08:46: und musste trotzdem oft mit leerem Magen schlafen gehen.
00:08:53: In der Erntezeit ging er mit den anderen Tagelöhnern hinaus,
00:09:00: sie stellten sich am Rhein
00:09:02: in einer Reihe
00:09:03: auf und zogen
00:09:04: mehnt übers Feld aber jedes Mal
00:09:12: wenn Sie am anderen Ende angelangt waren mussten die übrigen
00:09:16: auf den Armen warten.
00:09:21: erschämte sich
00:09:23: dass er hinter
00:09:23: ihnen
00:09:24: zurück blieb
00:09:25: und sie ihn
00:09:26: wegen seiner Schwäche
00:09:27: verspotteten.
00:09:29: Aber er konnte nichts dagegen machen, denn
00:09:33: der ständige
00:09:34: Hunger hatte ihm alle Kraft geraubt.
00:09:44: Am Abend als die Schnitte heimgingen merkte er auf halben Wege das er seine Sense auf dem Feld vergessen hatte und kehrte um, um sie zu holen.
00:09:57: Denn ohne Sense konnte er am nächsten Tag doch nicht arbeiten und mithin auch kein Geld verdienen.
00:10:11: Es war schon fast dunkel, als er zu Tode erschöpft auf dem Feld anlangte – aber er konnte noch erkennen,
00:10:23: dass ein Unbekannter
00:10:25: auf den Feld umherging
00:10:27: und die Ehren auflas.
00:10:31: Dabei
00:10:31: murmelte dieser etwas vor sich hin!
00:10:38: Der arme
00:10:39: Tagelühner spitzte die
00:10:41: Uhren.
00:10:45: Wahrlich Ich habe für meinen eigenen Herrn genug zu tun.
00:10:49: Und nun muss ich noch obendrein die Ehren auflesen, die der Schnitter mit dem arbeitsscheuen Glück fallen ließ.
00:10:59: Als der Arme das hörte, lief er hinzu und hielt den Unbekannten an.
00:11:06: Wer bist du?
00:11:08: fragte er.
00:11:11: Das Glück des Feldbesitzers gab dieser zur Antwort.
00:11:17: Ich lese die Ehre auf, die du fallen liehst.
00:11:21: Warum bist du denn zurückgekommen?
00:11:23: Alle ehrsamen Leute sitzen augenblicklich daheim beim Abendessen.
00:11:32: Ach, Bruder!
00:11:33: erwiderte der Arme.
00:11:36: Ich habe meine Sense vergessen und will sie holen.
00:11:41: Deine Sense?
00:11:42: Die trägst du doch an das Schulter.
00:11:46: In der Tat Faul ist dein Glück Wenn es dich nicht einmal an die Sense an deiner Schulter aufmerksam macht.
00:11:57: Mein Glück?
00:12:00: Natürlich Weißt du nicht, dass jeder Mensch ein Glück besitzt, das mit ihm auf die Welt kommt?
00:12:07: Du hast zufällig eine Arbeitsscheu es erwischt.
00:12:11: Es sitzt den ganzen Tag hinter deinem breiten Gürtel und spielt auf seiner Schellentrommel.
00:12:17: Daher
00:12:18: kommt es auch, dass du mit leerem Magen zur Bett gehen musst!
00:12:22: Und ich werde dir noch etwas verraten... Dein Glück hat vor, dir einen schlimmen Schabanack zu spielen.
00:12:30: Morgen früh wenn du zu Mann beginnst will es sich in einen aufgescheuchten Hasen verwandeln und dir zwischen den Beinen hindurchlaufen, damit du stolperst und nicht mehr arbeiten kannst.
00:12:46: Deshalb mache es so!
00:12:50: Nimm einen langen Sack und binde ihn dir dergestalt an dem Gürtel das sich die Öffnung zwischen den Knien befindet.
00:13:00: Wenn ein Glück dir zwischen dem Beinen hin durchflitzen will wird es in den Sack geraten.
00:13:08: Dann sei auf der Hut, fange es ein und prügel es tüchtig durch.
00:13:15: Du wirst sehen, dass er sich bessert und dich zu einem reichen Manne
00:13:20: macht.".
00:13:25: Am nächsten Morgen folgte der arbe Mann
00:13:29: dem Rat.
00:13:32: Er fing sein Glück ein,
00:13:34: lud den Sack auf die Schultern und machte sich auf den Heimweg.
00:13:42: Zu Hause verschloss er sämtliche Fenster und Türen und wollte sein Glück verprügeln.
00:13:52: Er holte aus,
00:13:54: brachte es dann aber nicht fertig
00:13:56: zuzuschlagen.
00:13:59: also knöpfte er sich das Glück zu einem Gespräch vor.
00:14:07: Wie kommt es dazu alle Zeit hinter meinem Gürtel zu hocken und auf der Schellentrommel zu spielen?
00:14:14: Und was ist das für ein Schabernack die du mir heute spielen wolltest?
00:14:20: stürzen sollte ich Elend zugrunde gehen.
00:14:26: Das Glück bat ihn jammert um Verzeihung und der Schwur, ihn in kürzester Zeit zu einem reichen Manne zu machen.
00:14:36: Wenn er es am Leben ließe.
00:14:41: Der arme Mann liest den Sack mit dem Glück nicht los
00:14:45: und sagte
00:14:48: Sag mir sofort was ich machen soll um reich zu werden Denn solange ich arm bin wirst du ebenfalls darben.
00:14:59: Wenn ich sterbe wirst Du immer ein armer Mann bleiben.
00:15:03: Lässt Du mich aber am leben Dann führe ich dich morgen früh auf einen hohen Berg zu einem Nussbaum, unter dem eine Quelle entspringt.
00:15:15: Mit dem Wasser das du aus der Quelle schöpfst gehst du dann zum König und empfiehlst Dich ihm als Arzt, der alle Krankheiten heilt!
00:15:26: Der König hat eine kranke Tochter – wenn Du die mit dem Wasser bespritzt wird sie sogleich gesund werden Und du erhältst vom König eine Menge Geld.
00:15:40: Mit jenem Wunderwasser kannst Du auch die Krankheiten anderer Menschen heilen und sie werden Dich ebenfalls reichlich entlohnen!
00:15:50: Falls Du meinen Worten keinen Glauben schenkst, brauchst Du mich erst frei zugeben nachdem Du auf jenen Berge und bei der Tochter des Königs gewesen bist.
00:16:07: Unterdessen trug Die Frau das karge Essen auf Roggenbrot, Salz und Wassersuppe mit Zwiebeln.
00:16:20: Herr, segne unser Mal!
00:16:24: betete der arme Mann.
00:16:27: Wenn es auch ein Bettler essen ist Aber Hunger is' der beste Koch Und uns würden sogar Holz- und Kieselsteine schmecken
00:16:39: Erprach
00:16:40: das Brot Bestreute ein Stück mit Salz und gab es dem Glück Kostte, sagte er Und dein Versprechen werde ich gleich morgen
00:16:56: nachprüfen.
00:16:58: Wenn du die Wahrheit gesprochen hast, dann lass sich dich
00:17:02: frei.".
00:17:06: Er begann zu essen und er achtete darauf dass seine Kinder nicht allzu viel Salz nahmen hat er doch kein Geld um Neues zu kaufen wenn sie alles aufgegessen hatten.
00:17:22: Siehst Du nun Glück?
00:17:23: Welch große Not wir leiden fragte das arme Weib.
00:17:30: Hast du nicht wenigstens mit unseren Kindern Mitleid?
00:17:36: Trocknet eure Tränen, antwortete das Glück.
00:17:41: Das Elend liegt hinter euch.
00:17:45: Das Wohlergehen liegt vor euch!
00:17:49: Wenn die Nacht vorbei ist, wirst du morgen viel Geld schöffeln und ich will mein Faulenzer Dasein aufgeben und meine Schellentrommel zerbrechen denn sie ist die Ursache eures Elends.
00:18:10: Und so
00:18:12: gingen sie alle ins
00:18:13: Bett und schliefen tief
00:18:16: und fest,
00:18:26: als am nächsten Morgen der Tag graute
00:18:30: ging der arme Mann
00:18:32: in die Berge.
00:18:36: Er füllte seinen Krug mit dem Wunderwasser und brachte es in die Stadt.
00:18:41: – Hey!
00:18:46: Wo wird ein Arzt gebraucht?
00:18:48: Der alle Krankheiten heilt,
00:18:52: rief er
00:18:53: vor dem Königspalast.
00:18:57: Das hörte der König ließ ihn holen und fragte, ob er vielleicht auch seine Tochter vor ihrer schlimmen Krankheit heilen könnte.
00:19:10: Freilich antwortete der arme Mann und bespritzte
00:19:16: sie
00:19:17: mit dem Wunderwasser – da war ihre Krankheit wie fort geblasen!
00:19:29: Sie strahlte vor Glück und ihr Vater gab ihm zwei Säcke voll Geld zur Belohnung.
00:19:39: Diese schleppte der arme Mann nach Hause.
00:19:44: Anschließend ging er auf den Markt und kaufte die schönsten Speisen- und Getränke ein, und veranstaltete zu Ehren seines Glücks – ein üppiges Festessen!
00:20:03: Wurde überall bekannt, dass der arame Mann im Stande war sämtliche Krankheiten zu heilen.
00:20:11: Und er verdiente so viel Geld dass seine Familie in Wohlstand leben
00:20:16: konnte.
00:20:20: Und auch das Glück war nicht länger arbeitscheu, es zerbrach tatsächlich seine Schellentrommel und führte von nun an ein nützliches und glücksspenden des Dasein!
00:20:42: Wenn sie nicht gestorben sind so leben Sie
00:20:46: auch heute noch –
00:20:52: und ich wünsche dir eine gute Nacht und schöne
00:20:57: Träume!".
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