269 Ernas Lied (Abend-Meditation & Geschichte)
Shownotes
Die Abende werden kürzer und ruhiger: Kuschel Dich in Deinem Bett ein und lass Dich von einer Geschichte sanft in den Schlaf tragen. 🙏🏻✨
Diese Folge begleitet Dich in zwei Teilen durch die Nacht: Zuerst eine sanfte Abendroutine zum Ankommen, dann die Geschichte, die Dich ins Träumen trägt.
Teil 1: Abendroutine (~10 Min.)
Ende September am Meer, goldenes Abendlicht, moosgrüne Dünen und ein tiefes, samtiges Blau. In dieser Stimmung kommst Du zur Ruhe:
- Schultern, Kiefer und Stirn werden weich, der Körper darf loslassen
- Ein Blick zurück auf die schönen Momente Deines Tages
- Was noch schwer ist, darf heute Abend ungelöst bleiben
- Gedanken und Sorgen legst Du wie kleine Steine am Strand ab
Teil 2: Ernas Lied
In einem kleinen Ort am Meer führt Erna, eine lebensfrohe Frau Mitte sechzig, ein Strandcafé direkt hinter der Promenade. Seit dem Sommer hilft ihr die junge Ilsa, und zwischen den beiden ist eine besondere Freundschaft entstanden.
Jeden Spätsommer spielt vor der alten Orangerie ein Orchester „Septemberlicht", das berühmteste Stück des Komponisten Gabriel Moreau. Nur Erna geht nie hin. Als Moreau stirbt und Ilsa in Ernas Café eine alte Mappe mit handgeschriebenen Noten findet, öffnet sich ein Geheimnis, das Erna über vierzig Jahre mit sich getragen hat.
Eine eigene Geschichte von Alexandra Matthes über Freundschaft zwischen Generationen, über Musik, verpasste Möglichkeiten und Vergebung.
Meditation und Geschichte verbindet ein Gedanke: Es ist nicht alles vorbei, nur weil etwas vorbei ist.
Die Geschichte wird von sanften Klängen und Musik begleitet.
Wie immer wird zum Schluss alles gut. ✨
Kapitelmarken
[00:00:XX] Abendmeditation
00:10:02 Geschichte: Ernas Lied
Lieber nur die Geschichte? 🎧
Diese Folge gibt es auch als Hörbuch-Version ohne Meditation, schon ab 15 Uhr am selben Sonntag.
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***
Text, Sprecherin & Schnitt: Alexandra Matthes
Musikalische Untermalung & Mastering: Haegar Deutsch, www.haegar.live
www.diemaerchentante.de
Copyright Alexandra Matthes 2026
Transkript anzeigen
00:00:03: Ernas Lied Eine entspannende Abendmeditation und eine Geschichte zum Einschlafen von Alexandra Mattes.
00:00:25: Ich lade dich ein, es dir gemütlich zu machen.
00:00:31: Rückel und rätel dich gerne noch ein wenig zurecht wie eine Katze.
00:00:39: Recke und strecke Dich!
00:00:42: Gib Dir doch gerne nochmal die Bewegungen, die Dir gerade gut tun.
00:00:52: dann im einen.
00:00:53: Tiefen und intensiven Atemzug ein.
00:00:59: Und lass los, mit dem Ausatmen!
00:01:09: Wenn nicht schon getan?
00:01:11: Dann schließe jetzt dein Augen.
00:01:20: Lass du deinen Körper angenehm schwer in die Matratze sinken.
00:01:30: Es gibt jetzt nichts mehr zu tun als einfach nur zu entspannen.
00:01:41: Alles getan alles gesagt Jetzt beginnt die wunderbare Zeit der Ruhe, der Erholung und das darf sich gut anfühlen.
00:02:05: Beobachte das sanfte Heben und Senken deiner Brust und deines Bauches bei jedem Atemzug.
00:02:21: Spüre dich!
00:02:26: Spüre wie dein Atem ein- und ausströmt.
00:02:33: Vielleicht kannst du ja sogar deinen Herzschlag spüren.
00:02:52: Entspanne deine Schulden Deinen Kiefer lasse deine Stirn angenehm weich werden und dann stell dir vor, du bist am Meer.
00:03:23: Es ist einer dieser wunderbar milden Abende!
00:03:33: Die Sonne steht schon tief Das Licht isst weich und gold Und vor Dir die sanften Wellen das Meer ruhig und weich.
00:04:00: Die Wellen kommen und gehen Wieder ein Atem.
00:04:18: Und während du diesem gleichmäßigen Rhythmus laust, darfst Du loslassen – alle Anstrengungen des Tages, alle vielleicht noch vorhandene Anspannung, alles Schwere mit jedem Atemzug mehr und mehr!
00:05:15: Und wie nebenbei dürfen nun vor deinem inneren Auge Noch mal die Bilder des heutigen Tages vorbeiziehen.
00:05:29: Gleich wenn ich es sage, schau mal was dir in den Sinn kommt!
00:05:37: Was dir einfällt, wenn du so an heute denkst.
00:05:45: und mit der nächsten Welle dürfen die Bilder wieder verschwimmen?
00:05:52: Vielleicht taucht dann eine neue Sequenz auf.
00:05:58: Lass dich überraschen – was sich zeigt.
00:06:04: ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages.
00:07:14: Sammel noch mal die Dinge zusammen, die heute besonders schön waren.
00:07:21: Schau mal!
00:07:22: Dass du mindestens auf drei Dinge kommst, für die Du heute dankbar bist, tue mir nochmal tief ein und aus.
00:08:15: Du bist beschützt, bist sicher, während Du heute Nacht erholst – und auch jetzt schon, wo Du einfach nur da liegst mehr?
00:08:32: und mehr regenerierst, können all die wichtigen kleinen Reparaturprozesse in deinem Körper stattfinden.
00:08:43: Jede Zelle weiß was zu tun ist!
00:08:48: Die Dinge dürfen sich zu deinem Wohl- und zu deinim Besten entwickeln – und während du immer ruhiger, immer entspannter und angenehm schwer in deine Kissen singt, erzähle ich dir eine Geschichte Eine Geschichte vom Meer und von einer Melodie, die lange geschwiegen hatte.
00:09:28: Und du weißt... Du darfst jederzeit einfach einschlafen ob jetzt gleich während oder nach der Geschichte ganz egal so wie es sich heute ergibt.
00:09:49: So ergibt es sich eben!
00:10:08: Es war Ende September unter Sommerschehen dieses Jahr beschlossen zu haben Noch ein wenig zu bleiben.
00:10:19: Die Tage waren mild, über dem Meer hingen morgens manchmal noch Wolken die sich gegen Mittag auflösten und wenn am Nachmittag die Sonne herauskam tauchte diese alles in einen ganz besonderen Glanz.
00:10:45: Gold auf den Wasser – die Dünen, Moosgrün und darüber das dunkle, samtige Blau des Himmels.
00:11:08: Direkt hinter der Prominade dort wo der Weg zum Strand hinunterführte stand Erners kleines Café.
00:11:21: es war kein besonders schickes Café.
00:11:24: die Tische und Stühle passten nicht zusammen Die dunkelgrüne Farbe an den Fensterrahmen blätterte an einigen Stellen ab Und wenn der Wind vom Meer herüber kam, musste Erna die Speisekarten mit Steinen beschweren – damit sie nicht davon geblasen wurden.
00:11:48: Aber der Café war gut!
00:11:51: Der Kuchen meist sogar noch besser und man konnte von Ernas Café aus das Meer sehen und die Wellen rauschen hören.
00:12:09: Ilsa arbeitete seit Anfang des Sommers bei Erna.
00:12:15: eigentlich hatte sie nur ein paar Wochen bleiben wollen.
00:12:21: Erner war froh um ihre Hilfe, am späten Nachmittag, wenn im Café nicht mehr viel losbar saßen die beiden manchmal vor der Tür tranken Kräuter Tee und sahen den Möwen zu.
00:12:45: Manchmal hörten sie die Musik von der Promenade.
00:12:52: Jedes Jahr kamen im Spätsommer etliche Musiker in den kleinen Ort.
00:12:59: einige waren in der Gegend aufgewachsen, andere reisten eigens für diese Woche von weit weg an.
00:13:10: Gemeinsam bildeten sie ein kleines Orchester und spielten an den Wochenenden unter dem Pavillon vor der Orangerie – Der Einst Edlen, inzwischen aber etwas verfallenen großen Halle die am Rande der Promenade stand.
00:13:33: Diese Konzerte waren längst zu einer Tradition geworden.
00:13:39: Menschen kamen von weit her, um an diesen wilden Septemberabenden auf der Promenade zu sitzen, während hinter dem Orchester langsam die Sonne im Meer versankt.
00:13:57: Nur Erna ging nie hin.
00:13:59: – Magst du keine Musik?
00:14:06: hatte Ilsa sie einmal gefragt.
00:14:10: Erna hat ihre Tasse abgestellt doch hatte sie geantwortet Mehr nicht.
00:14:23: Das berühmteste Stück, das das Orchester jedes Jahr am Ende der Konzerte spielte, hieß Septemberlicht – jeder kannte es!
00:14:35: Es war vor vielen Jahrzehnten von Gabriel Moreau geschrieben worden, einem der berühmtesten Dirigenten und Komponisten seiner Zeit.
00:14:48: Moreau hatte als junger Mann einige Jahre hier am Meer verbracht.
00:14:57: Beta?
00:14:58: hatte er in Paris, London, Wien und New York dirigiert.
00:15:06: Septemberlicht hatte ihn berühmt gemacht – das Stück begann ganz leise mit den Streichern.
00:15:22: eine Flöte die zu fliegen schien leicht und frei Eine einfache Melodie nur wenige Töne zunächst, die sich langsam erhoben bis schließlich das ganze Orchester einsetzte.
00:15:56: Ilsal liebte dieses Stück, Erna offenbar nicht!
00:16:05: Immer wenn die ersten Töne davon von der Promenade herüber wehten fand sie plötzlich etwas im Café zu tun.
00:16:18: An einem Dienstagmorgen kam die Nachricht dass Gabrielle Moreau – der berühmte Musiker gestorben war.
00:16:31: Die Nachricht war in aller Munde.
00:16:35: Es wurde bekannt gegeben, dass das letzte Konzert der Saison ihm gewidmet werden sollte.
00:16:43: Und natürlich sollte zum Abschluss September-Licht gespielt werden.
00:16:54: Ilsa erzählte Erna davon.
00:16:59: Erna stand hinter dem Dresen und schnitt einen Apfelkuchen an.
00:17:07: Das Messer blieb für einen Augenblick mitten im Kuchen stecken.
00:17:15: Dann schnitz sie weiter Schön, sagte sie.
00:17:28: Ein paar Tage später saßen Erna und Ilsa nach Feierabend über der Abrechnung.
00:17:36: Erna hasste Buchhaltung.
00:17:39: Ilsa konnte nicht behaupten, dass sie Buchhaltungen liebte aber sie konnte wenigstens besser mit dem Computer umgehen.
00:17:50: Im Schränkchen müssten noch die Rechnungen vom August liegen, sagte Erna.
00:18:01: Ilza öffnete die unterste Schublade.
00:18:06: Hier kamen alte Briefe, Postkarten, zwei einzelne Ohrringe und eine kleine Blechdose voller Knöpfe zutage.
00:18:21: In der obersten Schublade rief Erna aus dem Nebenraum.
00:18:30: Ilsa war so versunken in den alten Schätzen, dass sie Erna nicht hörte – ganz unten lag eine dunkelblaue Mappe!
00:18:45: Sie zog sie heraus…in diesem Moment kam Erna herein.
00:18:54: Was ist das?
00:18:56: fragte Ilsa.
00:18:58: Nichts, rief Erna schnell.
00:19:04: Ilsa wollte die Mappe zurücklegen als ein Blatt herausrutschte.
00:19:11: Es war Notenpapier schon leicht vergilbt und vollständig mit einer feinen Handschrift beschrieben.
00:19:22: Oben auf der ersten Seite stand Septemberlicht Darunter Erna, September, nineteenhundertdreiundachtzig.
00:19:39: Ilsa sah Erna an.
00:19:44: Erna sah auf das Blatt.
00:19:49: Draußen rauschte das Meer.
00:19:56: Du hast es geschrieben!
00:20:00: Erna setzte sich – eine ganze Weile sagte sie nichts.
00:20:07: Dann begann sie zu erzählen.
00:20:12: Damals war sie zwanzig gewesen und hatte Flöte gespielt.
00:20:19: Jeden Sommer hatte sie mit anderen jungen Musikern auf der Promenade musiziert.
00:20:26: Und dort hatte sie Gabrielle kennengelernt, er war sehr ärgerizig gewesen – dabei Schamant und voller Pläne!
00:20:41: Erner hingegen hatte nie davon geträumt, berühmt zu werden aber sie komponierte.
00:20:52: in jenem September hatte sie das Stück geschrieben über das Meer, über die letzten warmen Tage des Jahres und über dieses goldene Licht.
00:21:06: Das Abends auf dem Wasser lag.
00:21:11: Sie hatte es Gabriel gezeigt – er hat es abfotografiert.
00:21:18: als Erinnerung an mich sagte Erna.
00:21:26: Ein Jahr später wurde Septemberlicht in Paris uraufgeführt und als Komponist wurde Gabriel Moro genannt.
00:21:40: Ilsa starte sie an.
00:21:44: Und du hast nichts gesagt?
00:21:49: Erna lächelte traurig, am Anfang war ich wie geschockt und dann habe ich versucht es zu vergessen.
00:22:02: Gabrielle Moreau wurde damals innerhalb kürzester Zeit berühmt – und Erna war nur eine junge unbedeutende Flötestin aus einem kleinen Ort am Meer.
00:22:18: Sie hatte später das Café ihrer Eltern übernommen hatte geheiratet, sich wieder scheiden lassen.
00:22:28: Im Sommer hatte sie Besuch von Menschen aus der ganzen Welt – im Winter, wenn die Saison vorbei war, machte sie sich selbst auf Reisen!
00:22:41: Sie hatte einen erstaunlich großen Freundes und bekannten Kreis und war jetzt mit Mitte sechzig immer noch eine sehr attraktive und lebensfreudige Frau.
00:22:57: Sie liebte ihr Leben genau so Wie es war, nur ihre Flöte hatte sie seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit gespielt.
00:23:12: Warum?
00:23:15: fragte Ilsa.
00:23:19: Erna sah zum Fenster hinaus.
00:23:24: War dich jedes Mal wenn ich die Flöthe in die Hand genommen habe an ihn gedacht habe.
00:23:34: Ilsa schwieg.
00:23:38: dann sagte sie das ist ziemlich viel was zu ihm überlassen hast.
00:23:51: Drei Tage später kam ein Brief.
00:23:57: Er stammte von einem Notar, Gabriel Moreau hatte Erna in seinem Testament bedacht.
00:24:07: Zunächst wollte sie den Brief ungeöffnet wegwerfen – doch Ilsa fischte ihn aus dem Papierkorb, strich ihn glatt und legte ihn auf den Küchentisch.
00:24:21: «Du musst sie nicht heute lesen», sagte sie am nächsten Morgen Lagte.
00:24:30: Umschlag dann geöffnet auf dem Tisch.
00:24:35: Moro hatte ein Geständnis hinterlassen, Septemberlicht war nicht sein Werk – es war Ernaß!
00:24:48: Er schrieb, dass es keinen guten Grund für seinen Schweigen gebe nur Feigheit.
00:24:57: je berühmter das Stück geworden sei desto schwieriger sei's ihm erschienen die Wahrheit zu sagen.
00:25:05: er wollte es tun Immer wieder, doch immer wieder schämte er sich so sehr, dass er darüber schwieg.
00:25:17: Er fühlte sich seit jenen Tagen wie ein Verbrecher in der Erwartung jeden Moment enttarnt und verhaftet zu werden.
00:25:27: Doch es passierte einfach nicht – Aderna um Verzeihung!
00:25:38: Sein letzter Wille war, das die Urheberschaft öffentlich richtig gestellt werden sollte Und er hinterließ Erna sein Vermögen und die Rechte an September licht.
00:26:00: Lass dem Brief noch mal, dann faltete sie ihn zusammen.
00:26:12: Ich weiß nicht was ich sagen soll!
00:26:16: Ich denke das Richtige zu sagen ist wohl weder meine Noch war es die Stärke von Gabriel, Ilsa nickte.
00:26:33: Dann stand Erna auf und ging nach oben.
00:26:40: Als sie zurückkam Trug sie einen länglichen schwarzen Kasten.
00:26:47: Sie legte ihn auf den Tisch, darin lag eine Flöte.
00:26:52: – Oh!
00:26:57: sagte Ilsa.
00:27:01: Erner nahm sie heraus.
00:27:03: Ihre Finger zitterten ein wenig.
00:27:07: Sie setzte die Flöta an die Lippen.
00:27:13: Der erste Ton war schief.
00:27:16: Ilsa sagte nichts, der zweite war besser und beim dritten musste Erner plötzlich lachen.
00:27:33: am Abend Das letzten Konzertes war die Promenade voller Menschen.
00:27:39: Der Himmel war klar, das Meer beinahe glatt!
00:27:45: Über den Dünen lag bereits der Geruch des Herbstes.
00:27:51: Auf den Stühlen vor dem Musikpavillon saßen Menschen in Jacken und Mänteln.
00:27:58: Einige hatten Decken über den Knien.
00:28:03: Dann trat der Dirigent vor das Orchester.
00:28:09: Er erzählte von Gabriel Moreau, und schließlich erzählte er von Erna.
00:28:18: Und bat sie auf die Bühne – es wurde vollkommen still!
00:28:27: Als Erna aufstand, griff sie nach Ilsa's Hand.
00:28:32: Kommst du mit?
00:28:35: Ilsa ging mit ihr bis zu den Stufen des Pabellions.
00:28:40: Dann ließ sie sie los.
00:28:44: Erna setzte sich zwischen dem Musiker.
00:28:47: Mit ihrer Flöte, die Streicher begannen Ganz leise, ernerwartete.
00:29:07: Sie kannte jede Note.
00:29:10: Natürlich kannte sie jede Note!
00:29:15: Dann führte sie die Flöte an die Lippen und nach über vierzig Jahren spielte sie wieder Septemberlicht.
00:29:29: Ihr Septemberlicht Nicht jeder Ton war vollkommen aber es war gut – genauso wie es war.
00:29:53: Als der letzte Ton verklungen war, blieb es vor einem Moment vollkommen still.
00:30:03: Erna sah hinaus aufs Meer – dann begann jemand zu klatschen und plötzlich standen die Menschen auf!
00:30:16: Erna blickte zu Ilsa.
00:30:19: Ilsa weinte.
00:30:22: Ernar auch.
00:30:28: Sie stieg die Stufen hinunter ging zu ihr und nahm sie einfach in die Arme.
00:30:38: So standen sie zwischen all dem Menschen, hielten einander fest und lachten und weinten gleichzeitig.
00:30:51: In den folgenden Wochen hatte Ernav viel zu tun – nicht nur mit Anwelten und Notaren!
00:30:59: Sie kaufte sich ein großes grünes Notizbuch und auf die erste Seite schrieb sie «Menschen, denen ich etwas ermöglichen möchte», dann begann sie Namen aufzuschreiben Eine Frau, die nach vielen Jahren noch einmal eine Ausbildung beginnen wollte.
00:31:25: Ein junger Musiker dessen Eltern kein Instrument bezahlen konnten.
00:31:32: Ein Mann der eine gute Idee hatte aber nicht genug Geld um sie auszuprobieren.
00:31:42: Eine Mutter, die mit ihren Kindern neu anfangen musste und immer wenn er nach jemandem begegnete bei dem sie dachte Der könnte gerade ein bisschen Rückenwind gebrauchen, kam ein weiterer Name dazu.
00:32:04: Das wird ziemlich teuer, sagte Ilsa irgendwann.
00:32:12: Ich habe ziemlich viel Geld, sagte Erna.
00:32:20: Sie unterstützte Menschen die etwas Neues beginnen wollten.
00:32:27: Menschen, die es schwerer hatten als andere.
00:32:42: an einem der letzten warmen Abende schlossen Erna und Ilsa Das Café früher.
00:32:51: Sie gingen hinunter zum Strand, der Wind war fast eingeschlafen.
00:33:01: Am hölzernen Steg angelangt setzten sie sich und blickten aufs Meer.
00:33:10: Irgendwann nahm Erna Ilsa's Hand – sie sahen zu wie die Sonne die Landschaft in ein warmes Gold tauchte.
00:33:27: Hinter ihnen lag der Sommer vor ihnen Der Herbst und irgendwo dazwischen begann gerade etwas Neues.
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